Aus dem Bau-Tagebuch der Barockschanze in Gersbach - 22. April 2008 Der Turm steht ...
Am 24. Mai ist offizielle Eröffnungsfeier - und bis dahin gibt es noch viel zu tun. .....
Grafiken © Architektenbüro Brüderlin - Klemm Schopfheim 2008
Wenn aus Plänen Wirklichkeit wird ... ....
Luftbild © Erich Meyer 2008
Hier oben zeigt das Thermometer gerade knappe 5 Grad und dichte Nebelschwaden ziehen über den hie-
sigen "Scherentann". Noch vor kurzem türmten sich die Schneewächten meterhoch und füllten den öst-lichen Hauptgraben gänzlich aus. Heute befinden sich hier nur noch kleine Reste der einstigen Schnee-
pracht.
Schon zweimal spielten Wind und Wetter nicht mit und der Aufrichtungstermin musste erneut verschoben
werden. War es einmal der Schnee, der uns den Zutritt zum Schanzengelände versagte, waren es das
andere Mal orkanartige Böen, die hier in der exponierten Kuppenlage problemlos ihre 100 - 120 Stunden-
kilometer erreichen können. Selbst für heute, Dienstag, den 22. April 12008, gab es für den Landkreis
Lörrach wieder eine Unwetterwarnung - diesmal mit heftigen Regenschauern und Überschwemmungsgefahr.....
Fotos © Werner Störk 2008
Doch dann geht alles professionell schnell und gerade deshalb dennoch beeindruckend: Begleitet von
der Polizei nähert sich auf dem LKW der bereits vorgefertigte Chartaque - nach dem historischen Vor-
bild der Wach- und Signaltürme der Schanzlinien des legendären "Türkenlouis", die hier im späten 17.
und frühen 18. Jahrhundert auch auf den Höhen bei Gersbach errichtet wurden.
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Fotos © Werner Störk 2008
Angefertigt von der Firma Eichin Holzbau aus Schopfheim und mit Hilfe eines langarmigen "Kraftprotzes" der
Firma Lohmüller aus Lörrach wird das drei Tonnen schwere und sechs Meter hohe Geviert von 3 x 3 Metern
auf den Haken genommen und behutsam auf das bereits vorhandene Fundament gesetzt. Letzte Fixierungs-
arbeiten und das Turmgerüst aus Douglasie steht.
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Fotos © Werner Störk 2008
Nun erhält der Turm seinen "Hut" oder seine "Haube" - sein Dach, das dann noch mit Ziegeln gedeckt wird:
Auch hier arbeitet das "Eichin"-Team konzentriert und schnell: Der Chartaque ist komplett und zeigt sich
erstmals in seiner vollen Größe - das sind beachtliche sieben Meter Höhe - das bedeutet: Er ist genauso
hoch wie die Schanzenwälle aus Wallgraben in den den Himmel wachsen.
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Fotos © Werner Störk 2008
Er wird in den kommenden Tagen noch mit Brettern verschalt und erhält eine innere Spindeltreppe aus
Stahl, welche heute schon von der Schlosserei Schneegaß angeliefert und morgen eingebaut wird. Über
sie werden die Besucher auf die obere Rundum-Plattform gelangen und bei gutem Wetter und idealer
Fernsicht nicht nur das über Hochrheintal bis in den Jura, sondern weit in das Massiv der Schweizer
Zentralalpen schauen können - und natürlich auch von oben direkt in die 6-Eck-Schanze und so deren
beeindruckende Größe, aber auch ihre ästhetisch-geometrische Gestalt bewundern.....
Foto © Werner Störk 2008
Die Spezialisten vom Architektenbüro Brüderlin-Klemm (Schopfheim) begleiteten diese nicht alltäg-
liche Aktion, die u. a. auch von den Forst-Azubis von Hasel mit großem Interesse beobachtet wur-
den: Sie werden in der kommenden Woche das große Gatter-Eingangstor aus Holz zur Schanze und
die sich anschließende Palisadenwand errichten. Und die KOOP-Klasse der Friedrich-Ebert-Schule
wird das Faschinen-Flechtwerk aus Weiden anfertigen sowie die Seitenwände der Blockhäuser noch
verschalen.Unser abschließender Dank gilt nicht nur dem gesamten Profi-Team aller beteiligter Firmen und der
Polizei, sondern auch den beiden Pressevertretern André Hönig von der Badischen Zeitung Schopf-
heim und Heiner Fabry vom Markgräfler Tagblatt Schopfheim, die trotz widrigem Wetter die ganze
Aktion auch journalistisch begleitet haben.
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Die Errichtung der Gersbacher Schanze und des Wald-Glas-Zentrums in Gersbach werden
im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ mit Mitteln der EU und des
Landes Baden-Württemberg gefördert.
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