Über 2.500 Besucher sahen die einzigartige Sonderausstellung über die Fortifikation im Barock

Der Türkenlouis 
und seine Schanzen
Barocke Verteidigungstechnik im Südschwarzwald
Sonderausstellung im 300. Todesjahr des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden
 im Städtischen Museum Schopfheim vom 22.07. – 18.11.2007
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Ein Blick in drei unserer insgesamt 7 Vitrinen mit Motiven und Objekten zum Türkenlouis, Prinz Eugen, 
Duke of Marlborough, Ludwig XIV., osmanisches Imperium, Sultane, Wesire, Janitscharen, polnische 
Flügelreiter und die Hand- und Fuhrfron der Schanzbauern im südlichen Schwarzwald zeigen ...
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Fotos © Werner Störk 2007
In dieser Vitrine haben wir alle Objekte ausgestellt, welche die Entwicklung von Werkzeugen zu Waffen 
bzw. deren Weiterentwicklungen z. B. beim Faschinenmesser zeigen.
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Fotos © Werner Störk 2007
Hoher Besuch bei der Türkenlouis-Ausstellung:

Seine Königliche Hoheit, Maximilian (Max) Markgraf von Baden 

mit seiner Gemahlin, Ihre Kaiserliche Hoheit, 

Prinzessin Valerie Isabella von Habsburg - Lothringen, 

Markgräfin von Baden

Text + Bild © Werner Störk 2007

Das alte historische Attribut Schopfheims als „Markgrafenstadt“ hat wieder neuen Glanz: Auf Einladung 
der AG Minifossi besuchte Seine Königliche Hoheit (S.K.H.), Maximilian Markgraf von Baden,  gemein-
sam mit seiner Gemahlin,  Ihre Kaiserliche Hoheit, Prinzessin Valerie Isabella von Habsburg - Lothringen,

Markgräfin von Baden, die Stadt, um die Ausstellung über ihren Vorfahren, Markgraf Ludwig Wilhelm, dem

legendären Türkenlouis (1655 - 1707), im Städtischen Museum zu besichtigen.

Vorab jedoch ein kurzer Ausflug in die badische Geschichte:

Markgraf Friedrich VII. Magnus von Baden-Durlach (1647 - 1709) war der Sohn von Friedrich VI., Markgraf 

von Baden-Durlach. Er gehörte der evangelischen Linie des Hauses Baden an. Als Friedrich Magnus von 

Baden regierte von 1677 bis 1709. 1677 folgte er seinem Vater als Markgraf von Baden-Durlach. Zu diesem 

Zeitpunkt begannen die Verwüstungszüge der Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg, die ihn auch 1688 

vertrieben. Nach dem Frieden von Rijswijk 1697 war die Bevölkerung um den vierten Teil vermindert, der 

Wohlstand vernichtet. Während dieser Zeit zog der Markgraf nach Basel ins Exil, wo er mit seiner Fa-

milie einen Zufluchtsort fand. nach seiner Rückkehr brachte der Spanische Erbfolgekrieg neue Kriegs-

drangsale über das Land und Markgraf Friedrich VII. musste zum  zweiten Mal nach Basel flüchten.

So nahm Markgraf Ludwig Wilhelm während des Spanischen Erbfolgekrieges gleich in mehrfacher Funktion

die landesfürstlichen des Hauses Baden sowie die übergeordneten Interessen des Reiches war: Einer-

seits für den katholischen nordbadischen Bereich, andererseits aber auch für den verwaisten evangeli-

schen Bereich Südbadens und gleichzeitig für den Kaiser in Wien. So lässt sich auch erklären, weshalb

 Ludwig Wilhelm als Oberbefehlshaber der Oberrhein-Truppen sowie der Kontingente der Reichskreise im 

evangelischen Teil Südbadens und auf dem landefürstlichen Territorium von Markgraf Magnus von Baden 

seine Schanzlinien errichten konnte.

Damals gehörte Schopfheim zum evangelisch-badischen Territorium, während Zell im Wiesental schon 

zum vorderösterreichischen Reichsgebiet der Habsburger zählte. Als Oberbefehlshaber der kaiserlichen 

Reichstruppen am Oberrhein war der Türkenlouis aber unmittelbar für beide Territorien verantwortlich. In-

sofern spiegeln sich im markgräflichen Paar auch diese historische Verbindungen wieder: S.K.H. Hoheit 

Markgraf Maximilian von Baden als Chef des Hauses Baden und Ihre Kaiserliche Hoheit, Prinzessin Va-

lerie Isabella, aus dem Haus Habsburg-Lothringen. Sie ist die Urenkelin des Kaisers Franz Joseph I. und 

der Kaiserin Elisabeth, die als „Sissi“ in die Geschichte einging. Seit ihrer Heirat 1966 mit dem Markgra-

fen ist sie auch Markgräfin von Baden.

Das Haus Baden zählt zu den ältesten Fürstenhäusern Deutschlands und verfügt über vielfältige verwandt-

schaftlichen Beziehungen zu allen europäischen Familien des Hochadels. So ist der britische "Prinzge-

mahl" der englischen Königin, Prinz Philipp, ein Onkel des Markgrafen.

Im Namen der „Markgrafenstadt“ empfing Beigeordneter Ruthard Hirschner die beiden - direkt aus Salem
angereisten - hochrangigen Repräsentanten des Hauses Baden und überreichte seiner Königlichen Ho-
heit, Markgraf von Baden, im Museum ein Buchpräsent. Anschließend trugen sich S.K.H. Maximilian 
Markgraf von Baden und I.K.H. Valerie Isabella, Markgräfin von Baden, ins „Goldene Buch“ der Stadt ein.
In der anschließenden Sonderführung stellte Werner Störk die Forschungsergebnisse der AG Minifossi
im Rahmen der einzelnen Ausstellungs-Exponate vor. Beide Besucher zeigten sich von der Ausstell-
ung der Minifossi begeistert. „Eine große Leistung“ - würdigte das sichtlich beeindruckte Markgrafen-
paar die geschichtsträchtigen Exponate. Vor allem die Diorama-Modelle fanden die ungeteilte Bewun-
derung. Da der Markgraf ein renommierter Kenner und Experte im Schanzen- und Festungsbau ist, 
entspann sich ein intensiver, mehrstündiger Gedanken- und Wissensaustausch über die einstige his-
torische Situation des hiesigen Raumes, aber auch über die geschichtliche Rolle des Markgrafen 
Ludwig Wilhelm von Baden, dem legendären Türkenlouis.
„Blendet man für einen kurzen Augenblick die vom Haus Baden immer noch gepflegte traditionelle An-
rede einer „Kaiserlichen“ und „Königliche Hoheit“ aus, so erlebt man zwei sehr sympathische Gesprächs-
partner, fernab jeder Attitüde, aufmerksame Zuhörer, mit großer Kompetenz und weltoffenem Wissen - 
auch auf der Basis ihres nationalen und internationalen humanitären Engagements. Real existierende
Persönlichkeiten der badischen und europäischen Zeitgeschichte. Und zugleich ausgestattet mit tief-
gründigem Humor und herzlichem Lachen - kurzum: Zwei echt „sym-badische“ Menschen“, beschreibt 
Werner Störk diese persönliche Begegnung und fügt hinzu: „Für mich ein unvergessliches Erlebnis - 
mit vielen neuen Impulsen für unsere Projekt- und Forschungsarbeit!“
Bei einem gemeinsamen Essen, zu dem die Stadt einlud, wurden die angeschnittenen Themen nochmals 
vertieft und aus unterschiedlichsten Richtungen beleuchtet. Mit einem kurzen Rundgang durch die histori-
sche Altstadt, begleitet von Beigeordneter Ruthard Hirschner und Werner Störk, beendete das markgräf-
liche Paar seinen rund fünfstündigen Aufenthalt und verließ Schopfheim wieder in Richtung Salem, dem 
Stammschloss und Familiensitz des Hauses Baden - im Reisegepäck noch ein lukullisches Präsent der 
Gersbacher „Chäschuchi“, über das sich beide besonders freuten.
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Foto Copyright © Werner Störk 2007
- Kopierverbot -

Beim Eintrag ins "Goldene Buch" der Stadt Schopfheim:
Rechts: S.K.H. Maximilian Markgraf von Baden, Mitte: I.K.H. Valerie Isabella 

von Habsburg - Lothringen, Markgräfin von Baden, 

mit Beigeordneter Ruthard Hirschner

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Und nun ein erster Gang durch unsere große Sonderausstellung ...
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Fotos © Werner Störk 2007
Ein Gang durch die Ausstellung ...
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Fotos © Werner Störk 2007
Das Städtische Museum Schopfheim in der historischen Altstadt, der Gastgeber unserer Sonderausstellung.
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Auch nach dem Ende der Ausstellung immer noch erhältlich:

Ausstellungsbegleiter als CD-ROM mit umfangreichen  historischen Begleitmaterialien 

(mit Versand + Verpackung komplett 15 Euro).  

Bitte überweisen vorab Sie diesen Betrag auf das Konto

Werner Störk

Konto 60 57 43 16 

BLZ 683 915 00 

VR Bank Schopfheim

Stichwort: CD-ROM

Bitte tragen Sie einfach Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger ein und/oder senden 

Sie uns parallel eine Mail. Nach Zahlungseingang erfolgt umgehende Zusendung. 

Vielen Dank!

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300 Exponate, 250 Illustrationen, 2000 Zinnfiguren, 20 Dioramen und Profil-Modelle

Einhelliges Urteil der Experten:

"Fantastisch, einzigartig und höchst sehenswert!"

Hier eine Bewertung von Fachbesuchern:

" ... und diese Ausstellung zu einer fantastischen, einzigartigen und höchst sehens-

werten machen. So jedenfalls fasst gestern ein schwer beeindruckter Dr. Bertram Jenisch 

vom Landesdenkmalamt seine Eindrücke zusammen … und seiner ebenfalls faszinierten 

Lörracher Kollegin Dr. Jutta Klug-Treppe sprach von einer riesigen Leistung ...“

Quelle: Badische Zeitung vom 21.07.2007 (siehe Direktlinks unten)

Hier haben Sie Zugriff auf die Original-Presseberichte der Badischen Zeitung 

vom 21.07. (links) und 23.07.2007 (rechts), Redakteur André Hönig

 Badische Zeitung Schopfheim

Die Ausstellung beleuchtet Taktik und Strategie des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, 
dem legendären Türkenlouis und seiner rein defensiven Verteidigungslinien im Schwarzwald
Dazu gehören auch die barocken Schanzen (Erdwerke) in ihren Formenvielfalt sowie eine 
Vielzahl von Defensivsystemen, die bereits erfolgreich bei den Römern zum Einsatz kamen 
und bis zum heutigen Tag ihre Bedeutung nicht verloren haben. Weiterhin zeigt sie die his-
torische Entwicklung des Schanzwesens, das von den Schwarzwälder Schanzbauern über
die Mineure, Sappeure und Ingenieur-Corps bis hin zu den modernen Spezialeinheiten der 
Pioniere führte. 
Das Leben im Barock – damit verbinden sich sehr gängige Vorstellungen von prachtvollen 
Kostümen, klangvoller Musik, atemberaubender Malerei und traumhaften Schlössern. Ein 
Leben voller Prunk, goldenem Glanz und absolutem Luxus.
Wie so oft  entpuppt sich diese Einschätzung erst bei genauerem Hinsehen als gängiges 
Klischee und zeigt neben seiner scheinbar alles überstrahlenden Vorderseite auch die 
düstere Kehrseite dieser Medaille: Der Barock als Epoche europaweiter und regional hef-
tig geführter Kriege und einer Zeit, in der für das einfache Volk über Jahrzehnte der Frie-
de nur eine vage Hoffnung und der Krieg allgegenwärtig war.
Die Sonderausstellung bedient daher nicht der gängigen Klischees des Barock, sondern widmet 
sich erstmals auch dem Leben und Schaffen jener Menschen, die als zwangsverpflichtete Bauern 
ein Leben zwischen Hof und Wall, Pflug und Schanze fristeten und an deren Tischen der Hunger
ein alltäglicher Gast war. 
Auch die Schwarzwälder Schanzbauern – ausgerüstet nur mit einfachen Holzspaten und hölzer-
nen Schubkarren – mussten immer gerade dann die massiven „Erdwerke“  (Schanzen) errichten, 
wenn sie ihre Felder bestellen oder die Feldfrüchte ernten sollten. Denn damals diktierte die Na-
tur den Feldherrn das Zeitfenster für ihre Feldzüge: Um die unzähligen Pferde, die für den Trans-
port der Truppen und der „Fourage“ notwendig waren, zu ernähren, musste bereits Gras wachsen
– aber entsprechend der Vegetationszyklen war dies auch die wichtigste Zeit der Bauern für die
Feldbestellung. 
So war nicht nur der Krieg selbst eine unmittelbare Bedrohung von Haus und Hof, sondern bereits 
die Vorbereitung und der Bau solcher Verteidigungslinien eine existentielle Gefährdung der bäuer-
lichen Ernährungsbasis. 
Da bekanntlich der Krieg seinen Mann ernähren musste, bedeuteten aber auch Zwangseinquar-
tierungen, Truppendurchzüge oder Überfälle durch marodierende Soldaten eine stets lebensge-
fährliche Bedrohung des bäuerlichen Alltags.
Ausgehend von den Schanzbauern des Dreißigjährigen Krieges beleuchtet diese Sonderaustel-
lung – neben den in die Geschichtsschreibung der Nationen eingegangenen „Großen Kriege“, 
ihrer Entscheidungsschlachten und ihrer Helden - erstmals auch die Lebenssituation der bäuer-
lichen Bevölkerung im Barock und beschäftigt sich intensiv mit den defensiven Verteidigungs-
systemen, die im sog. „Kleinen Krieg“ eingesetzt wurden. Der Soldat, als des Bauern ärgster 
Feind – so die Erfahrung jener Zeit. Aber auch: Der Mensch ist des Menschen ärgster Wolf.
Und: Jeder Krieg hat nur einen Gewinner – den Tod! 

So wurden aus alltäglich vertrauten Werkzeugen fürchterliche Waffen und die Schwarzwälder 

Bauern setzten sich mit einfachsten, aber wirkungsvollen Verteidigungsmaßnahmen zur Wehr: 

Sie kannten ihr Land wie die eigene Hosentasche und wussten genau, wo sie die von allen 

Soldaten gefürchteten Steinlawinen, Wolfsgruben, Krähenfüße, Baumfallen und Letzen, Hage, 

Gatter und Haue platzieren mussten, um den Vormarsch feindlicher Truppen aufzuhalten und 

zu vereiteln. 

Große Dioramen, Originalfunde, numismatische Highlights, historische Schanzwerkzeuge, 
Waffen sowie maßstabgetreue Schanzenmodelle zeichnen in dieser Ausstellung ein bislang
unbekanntes Gesicht des Barocks. Originale Kupferstiche von Merian, Seutter und Bodenehr 

zeigen die Fortifikationsanlagen jener Zeit. 

Regionaler Schwerpunkt sind die - in dieser Form - einzigartigen Schanzanlagen im südlichen
Schwarzwald, die erst in den letzten fünf Jahren intensiv untersucht, dokumentiert und auch 
in ihrer strategischen Bedeutung neu bewertet wurden.

Fotos © André Hönig 2007

Bilder einer Ausstellung - Impressionen unserer Vernissage

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Kontakt
AG Minifossi, Friedrich-Ebert-Schule, Roggenbachstr. 11, D - 79650 Schopfheim 
Tel. 07622 – 7091 oder minifossi@mail.pcom.de 

Auch nach dem Ende der Ausstellung immer noch erhältlich:

Ausstellungsbegleiter als CD-ROM mit umfangreichen  historischen Begleitmaterialien 

(mit Versand + Verpackung komplett 15 Euro).  

Bitte überweisen vorab Sie diesen Betrag auf das Konto

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