Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim


Blick in die Geschichte des Glases und der Glashütten von Gersbach
Das neue Wald & Glas-Zentrum
-New Forest potash glass center Black forest  southern Germany

- English version -

Landesweit einzigartig: Das neue Gersbacher Wald & Glas-Zentrum beim Rathaus
Gersbach ist mit keiner anderen Gemeinde in Baden-Württemberg vergleichbar: Nirgendwo sonst finden 
sich - in dieser Form kombiniert und auf relativ engem Raum - noch so viele gut sichtbare Zeugnisse 
der Köhlerei, des Bergbaus, der barocken Wehrschanzen und der Waldglashütten.
..
Webdesign © Werner Störk 2008
Das Wald & Glas-Zentrum liegt genau zwischen Rathaus und "Chäs-Chuchi"
parken Sie bitte entweder hinter dem Rathaus oder an der nur wenige 
Meter entfernten Bushaltestelle in Richtung Sparkasse.
Alle Fotos © Werner Störk 2008
Ein kleiner Streifzug durch das neue Wald & Glas-Zentrum ... Sie sehen, der Weg nach Gersbach lohnt sich!
 
Geschichte und Entwicklung des Glases
Wurzeln des europäischen Glashüttenwesens
Quelle: http://www.hanaglass.cz/html/nj3.htm
 
Glas des Altertums und aus dem frühen Mittelalter
Die Wurzeln des Glaswesens findet man in der Bronzezeit des 4. und 5. Jh. v. Chr.
In dieser Zeit entstand Glas als Nebenprodukt der keramischen Herstellung. Direkte
Vorgänger des Glases waren Glasglasuren, die keramischen Schmuck und Gefäs-
se schmückten. Das Primat in der Glaserzeugung gehört in den Mittelmeerraum 
und nicht nach Ägypten, dem man es lange Zeit zugeschrieben hatte. 
Die ersten Glaserzeugnisse waren Opakperlen in verschiedenen Farben. Die Perlen
findet man in Syrien schon im 5. Jh. v. Chr., die ersten Funde aus Ägypten stammen 
erst aus dem 4. Jh. v. Chr. Auch die ersten Fragmente der Hohlgefässe stammen aus 
Asien - und zwar aus Mesopotamien, gegen Ende des 16. Jh.s. v. Chr. Die Gefässe 
entsprechen der "Technik des Sandkernes" in der Grösse von ca. 10 cm. Am belieb-
testen war "das syrische Glas" und es wurde nicht nur im Römischen Reich sondern 
auch im Gebiet des Ägäischen Meeres, Italien, Frankreich und Rheinland produziert.
Im 2. Jh. drangen die syrischen Glasmacher weiter vor und es entstanden auch im heu-
tigen Spanien, Belgien, in den Niederlanden, in der Schweiz und in Großbritannien 
neue Glashütten. Dank dieser Entwicklung ist es heute schwer zu sagen, aus welchem 
Ort ein bestimmtes Glas stammt, weil die Glastradition sich in dieser Zeit auf beiden 
Seiten des Mittelmeers analog entwickelte. Später liess die Migration der Glasmacher
nach und die Glasproduktion an der westlichen Seite des Mittelmeers verändert sich 
und unterscheidet sich von der Produktion im Osten (4. Jh.). Die grössten Unterschiede
sind in den Formen zu sehen. 
Im Westen dominiert dann die rheinische Produktion, v.a. in Köln am Rhein entwickeln 
sich die schon bekannten Motive aus dem Osten: geschmolzene Schlangenfäden (oft 
mit Farbenkontrast) und andere Arten der Auflagen. Im 4. - 5. Jh. kann man auch in der
weströmischen und rheinischen Produktion einige Veränderungen sehen, die von dem 
Niedergang der römischen Kultur abhängen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die
römische Glastechnologie bis in das erste Jahrhundert unserer Zeit überlebte. Im 1. Jh. 
nach Chr. kommt es zu einer rasanten Abkehr von der antischen Technologie - Soda-
glas verschwindet, der Grund dafür war ein Mangel an importierten Rohstoffen und es 
erscheint das Kaliglas, bei dem bei der Herstellung Pottasche aus Waldbeständen ver-
wendet wird. Diese technologische Veränderung kennzeichnet den grundsätzlichen 
Unterschied des Glases aus den Hinteralpen von dem Glas aus dem Mittelmeerraum. 
Im Norden entwickelt sich aus dem Altfränkischen Glas das sog. Waldglas-Kaliglas der
grünlichen Farbe, während die italienische Produktion treu dem Sodaglas blieb.
Glas des Hoch - und Spätmittelalters
Das Hohlglas aus der Zeit der karolingischen und der früheren ottonischen Herrschaft 
findet man in den archäologischen Funden fast gar nicht. Eine Ausnahme ist das sog.
Vikinger Glas aus Skandinavien, England und aus den Niederlanden. Schriftlichen 
Quellen nach bleiben Zentren der Glasproduktion also Glashütten in Nordgallien, im 
Rheinland und von hier aus wird das Glas nach England, Holland, Norddeutschland 
und Skandinavien exportiert. Auch das Waldgebiet an der französisch-belgischen
Grenze gehörte zu den Orten, wo die mittelalterliche Glasproduktion direkt mit der 
antischen Tradition verbunden war. Vom 9. bis zum 12. Jh. wurde die europäische 
Glasherstellung direkt an Kloster gebunden, hier wurden die technologischen Kennt-
nisse des Mittelalters bewahrt. 
Zur fortschreitenden Entwicklung des europäischen Glaswesens kommt es am Ende 
des 12. Jh.s. und vor allem im 13. Jh. Die Wurzeln dieser Umwandlung muss man 
schon im 11. Jh. suchen , als es dank den Kreuzfahrten zur Wiederaufnahme der kul-
turellen und geschäftlichen Verbindungen kommt. Einflüsse aus dem Orient findet 
man bei den Gefässen aus dem 11. und 12. Jh., die charakteristische kugelförmige
und dünne hohe Flaschenhälse haben. Solche Flaschen hat man bei den Ausgrab-
ungen in Italien und Südfrankreich gefunden. 
Im 12. und 13. Jh. entstehen in West-  und Mitteleuropa nicht nur Klosterhütten, son-
dern auch sog. Waldhütten. Die Waldhütten sind in den stark bewaldeten Gebieten 
gegründet, die Glasmacher fanden hier genug Holz für die Glasproduktion und so 
werden unbewohnte Gebirgsgebiete besiedelt. Geografische Bedingungen für die 
Waldhütten findet man vor allem in Lothringen, Hessen, Thüringen und im Böhmer 
Wald. Die Waldhütten produzierten in erster Linie das sog. Waldglas - grünliches 
Glas mit Luftbläschen und leichten Verunreinigungen in der Glasmasse. Die Ver-
unreinigungen in der Glasmasse entstehen durch geringe Reinigung der Rohstoffe.
Das 13. und 14. Jh. bedeutet eine Blütezeit für die Entwicklung der verschiedenen 
Formen von Trinkgefässen. Es werden nicht nur verschiedene Varianten von Kuttrolf
geblasen, sondern auch Pokale und Becher mit verschiedenen Dekoren. Am be-
kanntesten ist der sog. Krautstrunk. Es handelt sich um Glas mit grossen gegenein-
ander versetzten Nuppen. Der Krautstrunk wurde nach seinem Äusseren benannt, 
er erinnert an einen entblätterten Kohlstrunk. Für das 16. Jh. und später sind die sog.
Römer typisch. Die Bezeichnung Römer umfasst eine grössere Vielfalt von Formen. 
Es handelt sich immer um ein hellgrünes Glas mit gesponnenem Fuss und am Schaft 
gibt es versetzte Reihen mit Beerennuppen. Diese beiden Gefässe (Krautstrunk und 
Römer) werden ausschliesslich in der grünlichen Farbe produziert. Es hängt zweifel-
los mit der alten Behauptung zusammen, dass das grünliche Waldglas am besten 
beim Servieren von weissen Rheinwein geeignet ist.
Glas des 16.- 18. Jhs.
Nördlich der Alpen verbreitet sich seit dem 16. Jh. schnell das sog. Waldglas. In West- 
und Mitteleuropa war es vor allem das Handwerk der Landbevölkerung und sie er-
zeugten die traditionellen Formen mit der traditionellen Technologie. Die Waldglas-
hütten erzeugten das Glas in grünlicher Farbe mit vielen Luftbläschen. Diese Luft-
bläschen entstehen durch die Verunreinigungen der Pottasche und des Sandes. 
Seit der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wird die Glasproduktion durch neu geborenen Stil
der Renaissance beeinflusst. Im Vergleich zum venezianischen Glas, wo die Produktion
teuer war, ist das Waldglas erschwinglich für die Mehrheit der Verbraucher - vor allem für 
die mittlere Bürgerschaft. Die Formen des mitteleuropäischen Waldglases waren nicht 
nur in Deutschland und Böhmen sehr beliebt, sondern auch in Holland, Frankreich und
in Skandinavien. Die Blütezeit des Walglases dauert bis zum Ende des 18. Jhs. 
Im 16. Jh. gehören zu den häufigsten Formen der Krautstrunk in Form eines Fäßchens, 
der Römer und walzenförmige hohe Pokale das sog. Stangenglas. Diese hohen Pokale, 
die mit verschiedenen Spiralen (sog. Bandwurmglas) oder mit horizontalen Fäden (Pass-
glas) geschmückt wurden, gehörten zu den beliebtesten gesellschaftlichen Spielen. Das
Glas machte die Runde um den Tisch und jeden wurde dank der Spirale und der Fäden 
ein bestimmter Inhalt zum Trinken bestimmt. Römer sind Gläser mit gesponnenem Fuss. 
Sein Name stammt wahrscheinlich von dem Verb "roemen" - feiern. Dieses Glas diente 
ursprünglich als Glas für feierliche Trinksprüche. Nach dem Jahre 1630 werden die Römer
mit Nuppen in der Form von Himbeeren verziert. Die Himbeeren entstanden durch ein 
Prägeeisen. Die Römer sind sehr oft auf Gemälden der holländischen Meister aus dem 
16. und 17. Jh. zu sehen. Zu den kuriosesten Formen des deutschen Glases des 17. Jhs. 
gehört das sog. Daumenglas. Es handelt sich um ein Glas mit einigen Vertiefungen in die
man die Finger reinstecken kann und der Trinker muss sich nicht fürchten, dass ihm das
Glas ausrutscht.
Glasproduktion
Glas stellt man aus Sand her, wobei das Glas durch Sandschmelzen mit Hilfe alkalischer 
Schmelzmittel entsteht. Chemisch ist das Glas eigentlich ein Silikat. Seine Hauptbe-
standteile sind Kieseloxid und Natrium - und Kalioxid. Ein weiterer wichtiger Bestandteil
ist auch Kalkoxid, der die o.g. Oxide stabilisiert. Die Eigenschaften des Glases verändern
sich entsprechend seiner chemischen Zusammensetzung. Das Sodaglas ist weich und 
formbar, es erstarrt ziemlich langsam und deshalb kann man das Glas entsprechend lang 
und in komplizierten Formen bilden. Bei dem antischen Glas handelte es sich immer um 
dieses Sodaglas. Auch das sog. venezianische Glas war Sodaglas. Im Norden von den 
Alpen wurde dieses als Schmelzmittel benutzt und zwar seit dem 11. Jh. 
Das Kaliglas ist hart. Am Anfang wurde es nur für die Produktion des Waldglases benutzt,
aber nach dem die Technologie der Reinigung und Entfärbung erfunden wurde, hat man 
es auch für das Kristallglas verwendet. Die Naturfarbe des Glases ist dank den verschiede-
nen Beimischungen (vor allem Eisenverbindungen) grünlich oder bräunlich. Erst durch 
Reinigung und Entfärbung gewinnt man klares Glas. Oxide der Metalle geben dem Glas 
verschiedene Farbtöne: Eisen je nach Wertigkeit (Valenz) färbt das Glas grün, blau und 
gelb, Kuprum grün, blau und rot, Cobalt blau, Gold rubinrot, Nickel und Mangan violett, Chrom
und Uran grün, Kadmium und Schwefel gelb. 
Die Glasbläserpfeife wurde schon in den Jahrhunderten vor der Geburt Jesus Christus 
erfunden und blieb bis heute das grundlegende Handwerkzeug zur Glasherstellung. 
Wahrscheinlich können wir uns dafür bei den Phöniziern bedanken, dank ihnen wurde 
die Glasproduktion schneller, leichter und billiger. Der Glasmacher schöpft die flüssige 
Glasmasse auf die hohle Glasbläserpfeife und durch abwechselndes Blasen und Wal-
zen auf einer Marmorplatte entstand ein Kolben. Der Kolben wurde dann immer ange-
wärmt, damit es geschmeidig bleibt. Auf den Kolben wurde weitere Glasmasse ge-
schöpft und mit Hilfe verschiedener Werkzeuge geformt. Der Kolben kann man mit 
farbigen Glas beschichten, in eine kleine Fensterscheibe aufziehen oder in eine zwei-
teilige Holzform blasen. Ein sog. optisches Dekor entsteht, wenn man den Kolben in 
eine Rippenform oder in eine andere reliefgeschmückte Form bläst. Bei dem Glas-
ofen wird das Glas mit geschmolzenen Fäden, gespaltenen Blättern, Flügeln, Nägeln
usw. geschmückt.
Glashütten
Am Anfang wurde das Glas in geöffneten Grubenhütten geschmolzen, aber bald wurde 
die Technologie vervollkommnet und schon in der Zeit römischen Reiches sind sehr 
ausgezeichnete Glashütten bekannt. In den ältesten Zeiten wurde das Glas geformt 
durch Aufrollen auf Lehmkern, Schmelzen von Stückchen der Farbstäbchen (Mosaik-
glas), Ausschleifen aus einem Glasstück und Schmelzen des Glassplittes in eine zwei-
teilige Form oder durch sog. verlorenes Wachs. Erst im 1. Jh. v. Chr. wurde das Glas-
bläserpfeife erfunden. Die ersten Nachrichten über das Glashandwerk in Böhmen stam-
men aus der ersten Hälfte des 13. Jhs. Die Existenz der ältesten Glashütten auf unserem
Gebiet beweisen teils die schriftlichen Urkunden und teils Oberflächenvorsprünge im 
Terrain. 
Dank den Oberflächenvorsprüngen gewann man viele Nachweise über Einrichtung und
Organisierung der Hütten, über ihre Lage in der Landschaft, über die Art des Blasens 
und der Glasbearbeitung. Die Glashütten brauchten für ihre Produktion eine ausreichen-
de Menge von Rohstoffen. Sie entstanden deshalb sehr oft in unbewohnten Bergebieten, 
wo es genug Holz gab. Jede Hütte wurde zumeist aus drei Glasöfen verschiedener Grös-
se gebildet. Der grösste Ofen war der Schmelzofen und die zwei kleineren waren wahr-
scheinlich Hilfsöfen. Ihre genaue Funktion ist nicht bekannt, aber vielleicht waren sie für 
das Temperieren von Pfannen, für das Abkühlen der Erzeugnisse oder zum Trocknen 
des Glassteines verwendet. Die ältesten Glasöfen waren einfache Objekte mit einem 
kreisförmigen Grundriss, die aus Stein und Lehm gebaut wurden. Ihr oberer Teil war 
gewölbt und er entstand durch Stampfen von Lehm, der von guter Qualität und feuerfest 
war. 
Im 13. Jh. hatten die Hütten einfache Holzvordächer. Bei den Funden gibt es auch Bruch-
stücke der technischen Keramik - Bruchstücke von Pfannen, Schüsseln zum Glasschmel-
zen, kleine Pfannen zum Schmelzen von kleineren Mengen farbigen Glases, das zur De-
koration verwendet wurde. Das Werkzeug der alten Glasmacher im 13. Jh. ist unbekannt, 
es wurden nur Fragmente von Glasbläserpfeifen gefunden. 
Im 14. Jh. ändert sich der Grundriss der Öfen, er wird hufeisenförmig, später rechteckig. 
Die Glasmacher vervollkommneten immer die Öfen, sie wollten beste Temperaturbe-
dingungen erzielen, es beeinflusst die Dauer der Schmelze und Höhe der Temperaturen 
und damit auch die Qualität des Glases. Auch trotz diesen Änderungen bleibt der techno-
logische Prozess des Glasblasens in seinem Grundprinzip immer der gleiche, er verläuft 
nur auf höherem technologischen Niveau.
Interessantes
Von den mittelalterlichen Gemälden geht hervor, dass am Tisch sehr oft von den Flaschen 
getrunken wurde. Sehr populär war Kuttrolf, es handelt sich um eine Flasche, bei der der 
Hals aus mehreren (meistens zwei oder drei) Röhrchen gebildet ist. Die Flasche findet man 
vor allem in Deutschland. Sie ging aus den syrischen Mustern hervor..
In der Antike wurden diese Fläschchen als Flakons für Parfum verwendet und in Südeuropa 
blieb diese Funktion bis zum Mittelalter und zur Renaissance. 
Zum ersten mal wird Kuttrolf in Deutschland im 12. Jh. (Jahre 1220) erwähnt und zwar im Epos
von Willehalm als "gutteral" für Wein. Im 14. Jh. sind diese Gefässe auch in Frankreich bekannt, 
im 16. und 17. Jh. wurden sie in Venedig produziert. Nirgendwo erfreuten sie sich einer solchen 
Beliebtheit wie in Deutschland, wo eine Massenproduktion von Kuttrolfs im Spessart um 1409 
nachgewiesen wurde. Im 17. und 18. Jh. wurde sie laufend in Mitteleuropa verwendet sie dienten
als Flaschen für Wein und Schnaps. Man findet Kuttrolf sogar noch im 18. und 19. Jh. im Volksglas
Quelle: http://www.hanaglass.cz/html/nj3.htm
 
Blick in die Geschichte des Glases
Die historische Entwicklung des vom 
Menschen erschmolzenen Glases
Quelle: http://www.glas.ch
Webdesign Werner Störk 2004
Die Geschichte des Glases wird illustriert mit historischen Stichen
aus der Enzyclopédie Diderot 
Paris 1770/1780
Vor unserer Zeitrechnung
4000 v.Chr. Glasperlen in Ägypten
3000 v.Chr. Vermutlich Verwendung von Glas als unabhängigem Werkstoff 
in Mesopotamien.Herstellen der Glasform über einem Tonkern.
2000 v.Chr. Glaserzeugung im Kaukasus
1500 v.Chr. In Atchana, Alalakh, Tell al Rimah werden kleine Glasteile benutzt
um 1500  v.Chr. Erste Glasgegenstände (Gefässe) mit Sicherheit in Aegypten
nachgewiesen.Gläser aus dem Dreistoffsystem Na2O-CaO-SiO2 (hoher 
Alkaligehalt)
1480 v.Chr. Wahrscheinlich erstes Auftauchen von Glas in Ägypten 
(TUTHMOSIS III; Amarna-Zeit).Alkalisilicat-Farbgläser mit CaO, PbO, 
Al2O3. Farbkomponenten sind Cu, Fe, Mn.Asiatische Glasmacher 
wurden in Ägypten angesiedelt.
1450 v.Chr. Kunstvolle Glasvasen mit bunter Fadeneinlage
1200 v.Chr. Niedergang der Glastechnik im Vorderen Orient (Aegypten, 
Mesopotamien)
9. Jh.v.Chr.An der syrischen Küste und in Mesopotamien bilden sich neue 
Zentren der Glastechnik,phönizischer Einfluss durch Welthandel
7 - 6 Jh.v.Chr.In Rhodos und Zypern entsteht eine unabhängige Glasindustrie
650 v.Chr. Ägyptischer Reliefkopf aus Glas
630 v.Chr. Sardanapal-Bibliothek in Assyrien (Tontafeln) beschreibt 
Verwendung von Zinn alsTrübungsmittel, Alkali aus Wasserpflanzen,
Herstellen von Fritten, Farbkomponenten
621 v.Chr. Glasperlen-Schmuck in Gräbern der Hallstattzeit
332 v.Chr. Alexander der Grosse unterstützt die Ausbreitung der syrischen
Technologien
300 v.Chr. Portlandvase
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Um die Zeitenwende
Erfindung der Glasmacherpfeife im Mittelmeerraum Torso einer Aphrodite, aus
Alexandria, aus einem grünen Glasblock gemeisselt .Erste Glasretorten für
Alchemisten
Nach der Zeitenwende
1. Jh. Glasgefässe aus syrischen Werkstätten in Sidon. Erste in Hohlformen 
geblasene Gefässe mit Reliefs
50 Römer richten in Köln und Trier Glasmacherei ein
70 Entstehen von Glashütten in Spanien und Gallien (Glasherstellung durch die
Römeraus Ägypten überführt)
79 Plinius beschreibt Herstellung von Glas
100 Kölner Glasherstellung; Verzierung durch Schleifen und Fadenauflage
300 Beispiele spätrömischer Glaskunst in christlichen Katakomben (Kannen,
Goldgläser)
330 Ansiedlung von Glasmachern in Byzanz
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5 . Jh. Syrische Glaswerkstätten erzeugen Gefässe mit Fadenauflage, 
Kopfgefässe mit eingeschliffenen und eingeätzten Mustern sowie 
doppelwandige Vexiergläser Trinkbecher ohne Standflächen (Sturzbecher)
in Westeuropa
591 Gregor von Tour (fränkischer Historiker) erwähnt Kirchenfenster aus Glas
7. Jh. Syrische Fensterglasherstellung durch Blasen und Senken
674 Glasfenster in englischen Kirchen
700 Verringerung der Alkalien zugunsten von P2O5 aus Knochenasche
900 Byzantinische Zellenschmelzmalerei wird im Abendland bekannt 
(Farbgläser in Zellenaus Goldstegen)
972 Zellenverglasung Email (Trier)
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10. Jh. Glasfenster im Kloster Tegernsee
11. Jh. Anfänge deutscher Glasmalerei im Dom von Augsburg, Reims
und Tegernsee
1100 Kleine gewölbte Spiegel werden in die Kosmetik eingeführt. Bauvor-
schrift für einen Glasschmelzofen und Beschreibung der Flachglasherstellung
durch Theophilius Presbyter in "diversaum artium schedulae". Byzantinische 
Schmelzarbeit in San Marco, Venedig
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1180 Erste Glasfenster in englischen Privathäusern, in Deutschland erst im
14. Jh.Marienburg mit Glasfenstern versehen
1202 Blüte der Schmelzmalerei mit Farbgläsern auf Kupfer am Mittelrhein bei
Verzierungkirchlicher Gegenstände. Kupferplatten mit Vertiefungen durch
farbige Glasschmelzmasse ausgefüllt.
1291 Verlegung der Glashüten von Venedig nach Murano. Durch die 
Kreuzzüge kam u.a.auch Glas aus dem Orient nach Deutschland
1300 Glasfenster werden in Europa bekannter. Roger Bacon benutzt 
Vergrösserungsglas
14. Jh. Glasfenster in deutschen Wohnhäusern
1405 Bleiglasuren auf Ofenkacheln, von Italien importierte Silbergravuren mit
Glasüberzug
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1425 Bunte Wappenscheiben für Fenster niederländischer Bürgerhäuser
1442 Erste Erwähnung einer Glashütte auf dem Gebiet der heutigen CSSR
1453 Übergang der glastechnologischen Kenntnisse von Byzanz auf Venedig
(während derVölkerwanderung in Byzanz zur Blüte gekommen, zeitweise
persische Einflüsse)
1500 Die Glaswerkstätten in Murano stellen farbloses Glas, insbesondere 
Kelchglas her, Import nach Deutschland, Verzierung durch Perlen, Knöpfe 
usw.; Bemalung und Vergoldung.
1500 Diamanten zum Glasschneiden
1507 Orlando Gallo verbessert venezianische Glastechnologie, Herstellung 
von Spiegeln, Blütezeit der venezianischen Glasherstellung
1529 Thermoskop mit Luftausdehnung von G. Galilei (Vorläufer des
Thermometers)
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1550 Nachblüte der gotischen Glasmalerei in Chartres und ParisHollerius
verordnet Brillen für Kurzsichtige
1550 Gläserne Thermometer in Venedig hergestellt
1550 Lampenglasbläserei als Glasnachbearbeitungsmethode zur 
Herstellung komplizierterApparaturen durch Charnock eingeführt
1556 Beschreibung von Glasschmelzöfen und Geräten durch 
Georgius Agricola in"De re metallica"
1594 Tod des berühmten französischen Glasmalers Jean Causin
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1607 Gründung der ersten Glashütte in Amerika (Jamestown, Virginia)
1635 Gründung der ersten Glashütte in Russland (Duchanino)
1665 Herstellen von grossen Glasspiegeln in Frankreich
1680 Johann Kunkel (1630 - 1702) stellt Rubinglas her (Potsdam);
"Ars Vitraria" 1679, spätereAusgabe 1744
1683 Kreideglas (Böhmisches Kristallglas)
1686 Ätzungen mit Fluss-Säure
1688 Giessen von Spiegelglas
1697 Herstellung böhmischer Gläser in Venedig
1700 "Bologneser Tränen" und ihre Deutung
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1728 Reaumur beobachtet die Entglasung
1748 Glas-Versuchsschmelzen durch M. W. Lomonossov in Russland
1754 Klingenstjirna widerlegt Newtons Behauptung von der wellenlängen-
unabhängigen, konstanten Lichtbrechung
1757 Dellond konstruiert achromatische Objektive
1764 Nutzung von Natriumsulfat zur Glasherstellung
1764 Steinkohlenfeuerung (statt vorher Holz) in der Glashütte 
Minden / Westf.
1782 Mit Hilfe des Wedgewood-Pyrometers wird industrielle
Temperaturmessung möglich
1790 Rühren von optischem Glas zur Homogenisierung durch
P. L. Guinand
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1800 Erstes Glasauge
1805 Zusammenarbeit zwischen P. L. Guinand, J. Utzschneider und 
J. Fraunhofer zur Entwicklung optischer Gläser
1830 Schmelze optischer Bleiboratgläser in Platintiegeln durch M. Faraday
1834 Leng deutet Entglasung als Kristallisation kieselsaurer Salze
1839 Schmelze von Quarz zu Kieselglas
1845 (?) Taschenuhrenindustrie in einer Glashütte begründet
1856 Erster Glasofen mit Regenerativfeuerung durch F. Siemens
1859 Halbautomatische Flaschenblasmaschine
1867 Kontinuierlicher Wannenofen von F. Siemens
1869 Erstes Kieselglas gezogen
1880 bis 1890Entwicklung des Press/Blas-Verfahrens zur
Flaschenherstellung
1882 Ernst Abbé gründet mit Otto Schott in Jena Glaswerke für 
optische Spezialgläser
1885 Nachwirkungsfreies Thermometerglas 16111 durch O. Schott in Jena; 
Beginn der wissenschaftlich erfolgreichen Entwicklung optischer Gläser
1900 Zylinderblasmaschinen zur Fensterglasherstellung
1903 Owens entwickelt Flaschenglasmaschine (60.000 Bierflaschen 
pro Schicht), elektrische Glühlampe mit Wolframdrahts
1903 E. Zschimmer erfindet ultraviolett-durchlässiges Uviolgla
1904 Erste Neon-Leuchtröhre verkauft
1905 Patent auf Verbundsicherheitsglas
1906 Fourcault entwickelt Flachglasziehmaschine (erste Maschine 
etwa 1916)
1909 1,52-m-Teleskopspiegel für Mount-Wilson-Sternwarte
1915 Hitzebeständige Gerätegläser (Pyrex der Fa. Corning und 
Suprax der Fa. JenaerGlaswerk Schott & Gen.)
1916 Libbey-Owens-Ziehverfahren für Flachglas
1923 Entwicklung des ersten Gob-Feeders
1925 Pittsburgh-Prozess zur Flachglas-Herstellung
1925 Erste Leica von Oskar Barnack Danner entwickelt Ziehverfahren
für Glasröhren
1929 Normen für austauschbare Schliffe in USA
1931 Bauausstellung in Berlin; Glas als aktives Baumaterial
1932 Schaumglas durch I. I. Kitaigorodski
1934 Patent auf Vycor-Glas für N. P. Hood und M. E. Nordberg
1950 Erste phototrope Glaskeramiken
1960 Floatprozess von Pilkington Brothers entwickelt
1964 Erste phototrope Gläser
1965 Lichtleitfaser für die Nachrichtentechnik
Um 1980 Weltraumexperimente zur Glasherstellung
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Die Geschichte des Glases 
Quelle: http://www.glas.ch
Sie hat vor langer Zeit an verschiedenen Orten auf der Erde gleichzeitig begonnen.
Beim ersten Vulkanausbruch ist durch Abschreckung von Lava ein Gesteinsglas 
entstanden: Obsidian. Durch Meteoriteneinschläge auf der Erdoberfläche ist das
Gesteinmaterial aufgeschmolzen und zu glasigen Geschossen umgewandelt 
worden:Tektite und bei gewaltigen Gewittern, die sich über sandigen Gebieten 
entluden, sind die Einschläge der Blitze als Fulgurite sichtbar geblieben. Diese 
natürlichen Gläser - vor allem Obsidian - machten sich unsere Vorfahren in der 
Jungsteinzeit zunutze und fertigten daraus Pfeil- und Speerspitzen, Schmucksteine
und Amulette. Über den Zeitpunkt der ersten Herstellung von Glas durch 
Menschenhand gibt es verschiedene Angaben.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass Glas eher entdeckt als erfunden wurde;
so als (ungewollter) glasiger Überzug von keramischen Gegenständen beim 
Brennen oder als Nebeneffekt bei der Kupferverhüttung in Form von Schlacken. 
Die ältesten Funde von glasigem Material stammen jedenfalls aus Ägypten 
und sind auf die Zeit um 5000 v. Chr. datiert.
Um 1600 v. Chr. konnte Glas als eigenständiger Werkstoff im ägyptisch-syrischen
Raum zur Herstellung von Hohlgefässen verwendet werden. Tonhaltiger Sand wurde 
zum Kern des künftigen Gefässes geformt und mit Glas überschichtet. Entweder 
durch Eintauchen des Sandkerns in die Glasschmelze oder kontinuierliches Um-
wickeln des Kerns mit hochviskosen Glasfäden, die auch schon unterschiedliche 
Farbe aufweisen konnten, bildete sich das Gefäss. Nach der langsamen Kühlung 
in einem Fach des Ofens wurde der Sandkern entfernt und ein wertvolles Hohlge-
fäss war geschaffen.
Eine andere Technik der Hohlgefäss-Herstellung repräsentieren Millefiori-Gläser. 
Diese sind aus scheibenförmigen Abschnitten ornamental aufgebauter bunter 
Glasstäbe hergestellt, die entweder direkt untereinander verschmolzen oder in
eine neutrale Glasmasse eingelassen werden. Schnupftabaksfläschchen werden
heute noch in einigen bayerischen Glashütten meist in Freizeitarbeit auf diese 
Art hergestellt.
Die Erfindung der Glasmacherpfeife, so wie wir sie heute noch kennen, soll um 
die Zeitenwende an der syrisch-palästinensischen Küste stattgefunden haben. 
Jetzt war es möglich, im Vergleich zur Sandkerntechnik, sehr viel dünnwandigere
Gefässe in einem Arbeitsgang herzustellen. Ausserdem konnte man durch Be-
nutzung von hölzernen Einblasformen individuelle Gefässe herstellen, sowie erst-
mals Flachglas in Form von Butzenscheiben, die als geöffnete und flachgeschleu-
derte Kugel oder durch Zusammendrücken einer geblasenen Kugel hergestellt
wurden.
Die Expansion des Römischen Kaiserreiches gab auch der Glasherstellung 
wesentliche Impulse. In Vorderasien und römischen Regionen Europas wurden
Glashütten gegründet, die Gegenstände produzierten, die bald zum Inventar 
vieler Haushalte gehörten. Der Handel mit Glas dehnte sich zu dieser Zeit schon
bis Skandinavien und Zentralafrika aus.
Mit dem Untergang des römischen Reiches gegen Ende des 4. Jhdt. n. Chr. 
gerieten auch hochentwickelte Techniken in Vergessenheit: Zum Beispiel das 
Wissen um die vollständige Entfärbung der Glasmasse oder die Herstellung 
von sehr dünnwandigen und extravagant gefärbten Gefässen, die Belegung 
von Spiegeln oder der hohe Stand der Glasveredelung am Beispiel der kost-
baren Diatretgläser. Auch Zwischengoldgefässe gehörten zum Repertoire der
römischen Glasmanufakturen.
Das Fränkische Glas wurde hauptsächlich in alten römischen Glasherstellungs-
zentren im Rheinland, Frankreich und Belgien erzeugt. Im Gegensatz zu vorher
gekannten Formen tritt jetzt eine Reduzierung auf einfache Trinkbecher und 
primitive Flaschen ein, ebenso werden diese Produkte nun aus einer blasigen,
nicht entfärbten und daher grünlichen Glasmasse hergestellt.
Um das Jahr 800 herum entstand so etwas wie ein klerikales Glasmonopol, da
 sich die Kirchen zum Hauptkunden der Glashütten entwickelten; hatte doch 
schon der bedeutende Kirchenlehrer Hrabanus Maurus dem Glas das Odium 
des Sakralen gegeben: " Glas heisst es, weil es durch seine Klarheit Einblicke
freigibt".
Die Glashütten gingen in das Eigentum der Kirchen - besonders Klöster - über
und produzierten Messkelche, Kirchenleuchter, Ölschälchen und mehr und mehr
farbiges Glas für Kirchenfenster. Profanes Glas ist in Europa bis ins 10. Jhdt. 
offensichtlich nur in so geringen Mengen hergestellt worden, dass uns heute 
kaum Fundstücke aus dieser Zeit bekannt sind.
In direkter Anlehnung an orientalische Glasherstellungs-Techniken begann ab 
dem 10. Jhdt. der Aufbau der berühmt gewordenen venezianischen Glasin-
dustrie. Die in Venedig hergestellten Gläser waren von so hoher Qualität und
dementsprechend begehrt und teuer, dass die Glashütten ein Abwanderungs-
verbot für ihre Glasmacher erliessen, das bei Zuwiderhandlung die Todes-
strafe zur Folge hatte. Aus diesem Grund und aus Gründen der Feuergefahr 
wurden im Jahre 1291 die Glashütten von Venedig auf die Insel Murano verlegt,
wo noch heute Glasprodukte, allerdings weniger anspruchsvolle Artikel als
damals, erzeugt werden.
Die Blütezeit des venezianischen Glases ging zu Ende, als im 16. und 17. Jhdt. 
mehr und mehr Hütten entstanden, die Gläser "à la façon de Venise" herstellen
konnten, vor allem die berühmten Flügelkelche.
Parallel zu dieser Entwicklung vergrösserte sich ab dem 12. Jhdt. die Glaspro-
duktion nördlich der Alpen. Durch den Aufschwung des Kirchenbaus stieg der
Bedarf an Glasscheiben in hohem Masse, so dass die Holzvorräte in unmittel-
barer Nähe der Klöster und Städte nicht mehr ausreichten und die Glashütten 
weiter in die Wälder hineinverlegt wurden. Es begann die Zeit des Waldglases. 
Waren nach einigen Jahren die Holzvorräte der Gegend verbraucht, wanderten 
die Hütten weiter. Erste Klagen über Waldverwüstung wurden schon im 14 Jhdt. 
laut. Die Trinkgefässe aus dieser Waldglaszeit sind sehr einfach geformt, von 
Spassgefässen wie dem Kuttrolf einmal abgesehen. Sie sind meist grün gefärbt, 
da die verwendeten Sande einen hohen Gehalt an Eisenoxid besassen und die
Pottasche oft unausgelaugt verwendet wurde. In der Neuzeit, ab Mitte des 16. 
Jhdts., fand ein Übergang von der Wald- zur Dorfglashütte statt, da den Glas-
meistern gestattet wurde, Wohn- und Gerätehäuser zu bauen und durch wohl-
überlegte Waldrodungen Acker und Wiesen anzulegen.
Überhaupt drang das Glas mehr und mehr in Gebiete der aufstrebenden Wissen-
schaft und Technik ein: Galileo Galilei entwickelte 1529 ein Thermoskop, das als
Vorläufer des 1550 in Venedig vorgestellten Thermometers gilt. Ebenfalls zu 
dieser Zeit wurde die Lampenglasbläserei als Glasnachbearbeitungsmethode zur 
Herstellung komplizierter Apparaturen durch Charnock eingeführt.
1607 gründete man in Jamestown, Virginia, die erste Glashütte Amerikas und 
1635 die erste russische in Duchanino. Johann Kunckel, 1630 - 1703, setzte 
einen Meilenstein durch die Herausgabe seines Werkes "Ars vitraria experimentalis" 
1679, einem ersten Ratgeber für Glastechniker. Er kommentierte, überprüfte und 
ergänzte die Bearbeitung von Gemengesätzen, wie sie 1612 von dem italienischen
Priester Antonio Neri in Florenz veröffentlicht wurden. Das Werk Kunckels wurde bis
ins 19. Jhdt. hinein immer wieder neu aufgelegt. Berühmter jedoch wurde Kunckel 
durch die Herstellung eines Rubinglases unter Verwendung von Gold. Sein Rezept 
dazu hat er nie preisgegeben.
Noch zur Zeit der französischen Revolution veranlasste der Nationalkonvent, in der
Annahme, rotes Glas sei in jedem Fall durch Gold gefärbt, dass rote Scheiben aus
mittelalterlichen Kirchen in die Pariser Münze zu liefern seien, damit aus ihnen 
wieder Gold gewonnen werden könnte. 1683 wird Böhmisches Kristallglas in Form
von Kreideglas erfunden, 1686 führt man Ätzungen mit Fluss-Säure durch und 1688
gelingt das Giess-Walzen von Spiegelglas.
1728 beobachtet Reaumur die Entglasung, 1742 schlägt der schwedische Astronom
Anders Celsius eine Temperaturmessung von 100 Graden zwischen dem Kochpunkt 
des Wassers und dem Schmelzpunkt des Eises vor, M.W. Lomonossov macht 1748
Versuchsschmelzen in Russland und ab 1764 wird Natriumsulfat zur Glasherstellung 
genutzt.
Im 18. Jhdt. war das Königreich Grossbritannien führend in der Produktion optischen
Glases. Seit 1806 war das europäische Festland durch die napoleonische Kontinen-
talsperre von der Lieferung solcher Gläser abgeschnitten.
Der Schweizer Optiker Pierre Louis Guinand (1748 - 1824) baute im Kloster Bene
diktbeuren eine optische Glasschmelze auf und lieferte Linsen, die eine bis dahin 
nicht gekannte Homogenität besassen. Sein Nachfolger wurde 1813 Joseph von
Fraunhofer, der das auf Guinand zurückgehende Rührverfahren weiter optimierte
und Gläser erhielt, die es möglich machten, erstmals Brechkraft und Streuvermögen
exakt zu bestimmen. Fraunhofer starb im Alter von 39 Jahren - er hatte mit 7 Ele-
menten seine Schmelzversuche durchgeführt.
Justus von Liebig bekam 1824 in Giessen eine Professur für Chemie übertragen. 
Er beherrschte die Kunst des Glasblasens und fertigte seine gläsernen Labor-
geräte selbst an.
"Die wunderbaren Eigenschaften des Glases kennt jedermann, durchsichtig, hart, 
farblos, unverwüstlich durch Säuren und die meisten Flüssigkeiten, in gewissen 
Temperaturen geschmeidiger als Wachs, nimmt es in der Hand des Chemikers,
vor der Flamme einer Öllampe, die Form und die Gestalt aller zu seinen Versuchen
dienenden Apparate an", schwärmte Liebig.
Der englische Pfarrer Harcourt zusammen mit dem bekannten Physiker Stokes 
legte 1834 den Grundstein für eine "Chemie des Glases". Sie führten über die 
7 Fraunhoferschen Glasoxide hinaus mehr als 20 neue Elemente in ihre Schmelzen
ein, mussten jedoch nach mehr als 35-jähriger Arbeit erkennen, dass sie nicht in 
der Lage waren, Gläser herzustellen, die es erlaubten, die Unterschiede in der 
Dispersion genau zu messen. Auch waren viele Gläser hygroskopisch und nicht
beständig. Selbst Goethe bemühte sich um die wissenschaftliche Glasschmelzerei.
1839 gab es die erste Schmelze von Quarz zu Kieselglas und 1867 wird auf der 
Pariser Weltausstellung ein Glasschmelzofen von Friedrich Siemens mit einer 
goldenen Medaille ausgezeichnet. Der Ofen besteht aus einem Gasgenerator, 
einem Regenerator und dem eigentlichen Schmelzofen. Bei diesem Ofensystem 
wurde erstmals nicht nur die Verbrennungsluft, sondern auch das Verbrennungs-
gas durch die Abwärme vorgeheizt. Die Weiterentwicklung dieses Systems wurde
zum kontinuierlich arbeitenden Wannenofen.Es war weiterhin die Zeit von mass-
geblichen Erfindungen
1870 Periodisches System der Elemente durch Mendelejew und Mayer
1876 Telefon / Bell
1879 Kohlenfadenlampe / Edison
Ein der als weiterer Meilenstein in der Entwicklung des technischen und 
optischen Glases 1884 die Gründung des Glastechnischen Laboratoriums
Schott und Genossen, später Jenaer Glaswerk Schott & Gen. stattfand.
Ernst Abbé, Professor in Jena und Direktor der Sternwarte, erarbeitete 
die theoretischen Grundlagen der Lichtbrechung und -beugung und setzte
sie in der Werkstatt von Carl Zeiss durch Fortentwicklung der Zeiss'schen 
Mikroskope um.
Die Grenze der Verbesserungsmöglichkeiten stellte jedoch immer wieder
die ungenügende Qualität der optischen Gläser dar, die durch "pröbeln"
beim Schleifen und Polieren ausgesucht werden musste.
Otto Schott (1851 - 1935), aus einer lothringischen Glasmacherfamilie 
stammend, Chemiker und Glastechniker, wollte der "Chemie der feurigen
Flüsse" auf die Spur kommen und ging der Abhängigkeit der physikalischen
Eigenschaften des Glases von seiner Zusammensetzung mit wissen-
schaftlichen Methoden nach. Er sollte zum Begründer der modernen Glas-
forschung werden: seine neuen technischen Verfahren zur Glasherstellung
und noch mehr die systematische Erforschung bildeten die Grundlagen für
die Herstellung von Spezialgläsern für Haushalt, Wissenschaft und Industrie.
Otto Schott konnte für Ernst Abbé und Carl Zeiss die gewünschten optischen
Gläser in bisher nicht gekannter Qualität herstellen. Darüberhinaus gelang 
ihm "im gleichen Atemzug" die Erfindung eines völlig neuartigen Thermo-
meterglases ohne Nullpunktdepression und eines wärmefesten Glases, das
nicht zuletzt durch die Erfindung des Gasglühlichtes durch Carl Freiherr Auer
von Welsbach 1892 ein grosser wirtschaftlicher Erfolg wurde.
Die Geschichte des Glases in unserem Jahrhundert ist eine Dokumentation 
der Automatisierung der Glasproduktion. Die Mechanisierung eines Hand-
werks wurde eingeleitet durch englische Erfindungen zur Pressglasherstellung.
Erstmals war es möglich, Schalen und Teller zu fertigen, die einfach zwischen
einer konkaven Metallform und einem in diese hinabgesenkten konvexen 
Stempel entstanden.
Durch das Verfahren wurde der Glasschnitt imitiert, d.h. Oberflächenstrukturen,
die bis dahin durch separates Schleifen erzeugt wurden, konnten in einem Ar-
beitsgang hergestellt werden. Die Weiterentwicklung des Pressverfahrens 
leitete zum Press-Blas-Verfahren über, wobei der ursprüngliche Prozess als 
Vorformstadium fungierte; das Fertigformen geschah nach Rückerwärmung 
des mittlerweile abgekühlten Glases durch Blasen.
Die erste vollautomatisch arbeitende Hohlglasmaschine wurde von dem 
Amerikaner Owens 1903 in Betrieb genommen. Sie arbeitete nach dem 
Saug-Blas-Verfahren, d.h. der Glasposten wurde mit Hilfe von Saugluft in 
die Metallform gesogen und mit einem automatischen Messer abgeschnitten.
Ein in die Form ragender Pegel erzeugte einen Hohlraum im Glas. Öffnung
der Vorform, Rückerwärmung und gleichzeitige Vergrösserung des 
Hohlraumes durch Blasen, Einschwenken des Külbels in die Vorform, Fertig-
blasen waren die weiteren Fertigungsschritte. Ein Nachteil des Verfahrens 
war allerdings, dass das nach dem Saugen mit einem Messer abgeschnittene,
zähflüssige Restglas in die Schmelze zurückfiel und die Viskosität des Glases
beeinflusste.
Die erste Owens-Maschine hatte eine Kapazität von 9 Flaschen in der Minute. 
Sie ist zu den bedeutendsten Maschinenentwicklungen der Ingenieurgeschichte
zu rechnen und gilt als einer der ersten Vollautomaten überhaupt. Im Jahr 1907
wurde das Patent vom Europäischen Verband der Flaschenfabriken für 
12 Millionen Mark gekauft.
1925 kam die nächste Generation der Hohlglasmaschinen auf den Markt: eine
von Ingle und Smith gebaute, nach dem Blas-Blas-Verfahren arbeitende
IS-Maschine.
Bei diesem Verfahren fällt der von einem Tropfenspeiser gebildete Tropfen in
die Vorform, wird von unten gegen den aufgesetzten Vorformboden geblasen 
und anschliessend als Külbel in die Fertigform geschwenkt, rückerwärmt und 
fertiggeblasen. Auf diese und mittlerweile leicht modifizierte Art werden heute 
europaweit täglich ca. 7 Millionen Hohlgläser gefertigt.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde Fensterglas entweder als Butzenscheibe 
oder als Streckglas erzeugt; beides Verfahren, die den Einsatz der Glas-
macherpfeife zur Grundlage haben.
Der zur Weltausstellung 1851 in London konstruierte sogenannte Kristallpalast 
war mit 270'000 solcher Streckglasscheiben verglast worden. Zur Herstellung 
von Spiegeln benutzte man ein durch Giessen und Walzen entstandenes Glas, 
dessen Oberfläche jedoch geschliffen und poliert werden mussten. Noch 1895 
schrieb Max Vopelius, Sohn einer bekannten saarländischen Glasmacherfamilie,
in seiner Dissertation: "Wohl sind hier und da Versuche mit Rotations- und Blas-
maschinen gemacht worden, doch immer ohne Erfolg; das Gelingen der Haupt-
prozesse hängt eben lediglich von der manuellen Geschicklichkeit des Arbeiters, 
verbunden mit einer gewissermassen liebevollen Behandlung seines Arbeits-
objektes ab; eine Schematisierung des Prozesses ist unmöglich, eine
individuelle Arbeit ist geboten".
Diese Aussage hatte nur noch für eine kurze Zeit Gültigkeit, denn spätestens
1923 setzten Pilkington und Ford ein gegenüber dem Tisch-Prozess konti-
nuierliches Guss-Walz-Verfahren zur Herstellung von Windschutzscheiben für
Ford-Automobile ein.
Werden diese Walzen mit einem eingravierten Muster versehen, lässt sich 
auf diese Weise sogenanntes Ornamentglas (z.B. Blumenglas) herstellen,
wird zusätzlich ein Drahtgeflecht zwischen Walzenpaar gebracht, entsteht 
Drahtglas oder Draht-Ornamentglas.
Völlig neue Wege beschritt der Belgier Fourcault. 1904 glückte es ihm zum
ersten Mal, eine Glastafel unmittelbar aus der Schmelze zu ziehen. An die
Stelle der mundgeblasenen Walze trat jetzt ein endloses Glasband, das 
durch eine in die Glasschmelze getauchte Ziehdüse aus feuerfestem 
Material hindurch senkrecht nach oben gezogen wurde. Damit sich das
glühende Band durch seine Oberflächenspannung nicht zusammenzog, 
musste es unmittelbar nach der Ziehdüse mittels wasserdurchflossener
Rohre soweit abgekühlt werden, dass es von im Ziehschacht ange-
brachten Rollenpaaren nach oben transportiert werden konnte. Am 
oberen Ende des sieben Meter hohen Kühlschachtes trat das Glas ab-
gekühlt und entspannt aus und konnte zugeschnitten werden. Die Glas-
dicke wurde durch die Ziehgeschwindigkeit geregelt. Diese Methode
ist nach 10-jähriger Weiterentwicklung 1914 zum ersten Mal in der In-
dustrie eingesetzt worden. Durch Installationen eines weiteren Schmelz-
gefässes, kann in einem Arbeitsgang ein Überfangglas hergestellt wer-
den, das z.B. eine weisse Opalschicht auf farblosem Grundglas möglich macht.
Der Amerikaner Colburn entwickelte eine Methode, die seit 1917 unter dem 
Namen Libbey-Owens-Verfahren bekannt ist. Colburn verwendete im Gegen-
satz zu Fourcault keine Ziehdüse. Das Glas wird mit einer Fangvorrichtung 
anfangs direkt aus der Wanne gezogen. Nach einem Weg von ca. 70 cm 
läuft das noch weiche Glasband über eine polierte Stahlwalze, wird in die 
Horizontale umgelenkt und durchläuft anschliessend den Kühlkanal. Auf 
diese Weise werden Ziehstreifen und -wellen, wie sie durch die Ziehdüse
des Fourcault-Verfahrens ausgelöst werden, vermieden; ausserdem kann 
mit der Ziehgeschwindigkeit gefahren werden. Diese und weitere Verfahren
wurden durch eine revolutionäre Herstellungsmethode weitgehend ersetzt: 
dem Floatverfahren.
Die Idee, Glas auf Metallschmelzen herzustellen, ist nicht neu. Schon Mitte 
des vorigen Jahrhunderts schlug Henry Bessemer (1813 - 1898) das heute
verwendete Zinn vor. William E. Heal beschreibt in seinem Patent von 1902
die kontinuierliche Glaszufuhr auf eine Zinnschmelze, das Ziehen des Glases
und anschliessendes Kühlen. Das in den Jahren 1952 bis 1959 mit einem 
erheblichen Kostenaufwand in England von Pilkington entwickelte neuartige
Verfahren sollte nur als Ersatz für die sehr aufwendige Spiegelglasherstellung
eingesetzt werden. Es zeigte sich jedoch bald, dass die hervorragende 
Qualität des hergestellten Glases alle anderen Herstellungsarten überflüssig
machte.
Beim Floatverfahren wird die Tatsache ausgenutzt, dass sich bei zwei unter-
einander nicht mischbaren Flüssigkeiten die spezifisch leichtere in Form 
eines Films oder einer Linse auf der schwereren ausbreitet. Das bedeutet, 
dass die Glasschmelze nachdem sie ihre Verarbeitungstemperatur erreicht 
hat, auf ein Bad von geschmolzenem Zinn läuft. Unter Einfluss der Schwer-
kraft und der Oberflächenenergien bildet sich eine völlig ebene Grenzfläche 
aus und auch die Oberseite des Glasblattes hat eine optimale Glattheit. Das
Glasband kühlt auf dem Zinnbad auf ca. 600 Grad C ab, wird kontinuierlich 
vom Zinnbad abgezogen, dem Kühlofen zugeführt, automatisch kontrolliert 
und geschnitten.Die Glasdicke ist steuerbar zwischen 1 und 12 mm durch 
die Winkelverstellung der Top Roller genannten Zahnräder und zwischen 
12 und 20 mm durch die Installation von nicht benetzbaren Randleisten, 
sogenannten Fendern bestehend aus Graphit. Moderne Floatglasanlagen
produzieren ca. 3000 Quadratmeter Glas pro Stunde nach diesem Verfahren.
Ebenso wie bei den vorgenannten Glasherstellungsverfahren wurde auch das
Glasrohr bis in das 19. Jahrhundert hinein ausschliesslich diskontinuierlich, 
d.h. aus einer Charge oder einem Glasposten mundbläserisch hergestellt. 
Von E. Danner, Libbey Glass Company, USA, wurde ab 1912 das erste 
kontinuierliche Röhrenziehverfahren entwickelt und 1918 mit einem Patent 
abgeschlossen.
Ebenso wie bei den vorgenannten Glasherstellungsverfahren wurde auch 
das Glasrohr bis in das 19. Jahrhundert hinein ausschliesslich diskontinu-
ierlich, d.h. aus einer Charge oder einem Glasposten mundbläserisch her-
gestellt. Von E. Danner, Libbey Glass Company, USA, wurde ab 1912 das
erste kontinuierliche Röhrenziehverfahren entwickelt und 1918 mit einem 
Patent abgeschlossen.
Die Glasschmelze fliesst als Band auf einen schräg nach unten geneigten,
rotierenden keramischen Hohlzylinder, die "Dannerpfeife" auf. Durch das 
Pfeifeninnere wird Druckluft zugeführt und das sich bildende Glasrohr 
kontinuierlich in Richtung der Pfeifenachse unter Bildung der Ziehzwiebel 
abgezogen. Die Rohrdimensionen werden im wesentlichen vom Blasdruck
und der Ziehgeschwindigkeit bestimmt. Bei konstanter Ziehgeschwindigkeit 
führt eine Erhöhung des Blasluftdrucks zu Röhren mit grösseren Durchmes-
sern und geringeren Wandstärken, dagegen erzeugt eine Erhöhung der 
Ziehgeschwindigkeit bei konstanter Blasluftzufuhr Röhren mit kleinerem 
Durchmesser aber grösseren Wandstärken. Nach Umlenkung der gezo-
genen Röhre in die Horizontale durchläuft das abgekühlte Rohr eine Rollen-
bahn bis zur Ziehmaschine, hinter der durch Abschlagen eine Trennung in
ca. 1,5 m lange Stücke erfolgt. Die nach diesem Verfahren hergestellten
Rohrdurchmesser liegen zwischen 2 und 60 mm.
1929 stellte L. Sanches-Vello in Frankreich ein Vertikalziehverfahren vor, 
bei dem das Rohr zunächst senkrecht nach unten in einem temperaturge-
regelten Schacht abgezogen und dann in die Horizontale umgelenkt wird. 
Da hierbei ungleichmässige Wandstärken entstehen würden, wird der 
kegelige Düsendorn exzentrisch zur Ziehdüse eingestellt, so dass das 
Rohr anfangs verschiedene Wandstärken aufweist, die sich nach dem 
Umbiegen ausgleichen.
Die herstellbaren Rohrdurchmesser liegen zwischen 1,5 und 70 mm, 
ähnlich wie beim Danner-Verfahren, jedoch ermöglicht das Vello-Prinzip 
einen höheren Durchsatz. Ausserdem ist es besser geeignet für die 
Röhrenherstellung aus Gläsern mit leicht flüchtigen Bestandteilen wie
Borate und Bleioxide, da die Temperaturen an der Ziehdüse niedriger
liegen als in der Danner-Muffel.
Mit dem Abwärtsziehverfahren, einem modifizierten Vello-Verfahren, ist 
es möglich, Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 350 mm und Wand-
dicken von 2 bis 10 mm herzustellen. Die Umlenkung des Rohres entfällt
aus naheliegenden Gründen; die Ziehgeschwindigkeit für ein Borosilikat-
glas mit 350 mm Durchmesser beträgt 0,3 m/min.
Damit sei der Reigen von Verfahren, die eine Automatisierung der Glas-
produktion in unserem Jahrhundert bezüglich Hohlglas, Flachglas und Rohr
möglich gemacht haben, geschlossen.
..
Alle Fotos © Werner Störk 2008
Glasbläser-Motive auf Porzellan und Zinn ...

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im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ mit Mitteln der EU und des 
Landes Baden-Württemberg gefördert.

 

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