Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach
Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 
Aus der Geschichte der Glasfenster
Die Glasmalerei
Die Spur führt in die frühmittelalterlichen Klosterhütten
 
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Repro Werner Störk 2004
Briefmarkenmotiv: Die Glasfenster-Rosette vom Freiburger Münster
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Nach dem Verfall des Römischen Reiches übernahmen die Klöster 
die Aufbewahrung der antiken Literatur über die Glasherstellung. 
Diese Klosterhütten waren es auch, die bis zum 13. Jahrhundert die
Glasherstellung, vor allem für die Kirchenfenster, besorgten. Als das 
Bürgertum das Wirtschaftsleben zu beherrschen begann, wurde auch
die Glaserzeugung von den Klöstern losgelöst.
In den Klosterhütten begann auch die Glasmalerei: „Malen“ mit Glas. 
Die Kunst, Glasfenster aus farbigem und teils bemalten Glasstücken, 
die durch Bleiruten miteinander verbunden werden, herzustellen. Auch 
bekannt unter dem Namen Bleiverglasung. Die Glasmalerei, also die 
Kunst, Glasfenster meist aus mit Figuren oder Ornamenten bemalten,
zusammengesetzten und in Bleistege eingebetteten Glasstücken her-
zustellen, ist eine Erscheinung des Abendlandes, deren Vorstufen in 
der römischen Antike und in Byzanz anzutreffen sind. Die frühesten, 
voll ausgebildeten Formen der Glasmalerei stammen aus dem Kloster 
Lorsch (heute Hess. Landesmuseum in Darmstadt): Das Fragment 
der Glasmalerei im Kloster Lorch, aus der Zeit um 880, gilt als 
ältester Beleg der europäischen Glasmalerei.
Die zu Beginn des 12. Jhdt. gefertigten Prophetenfenster im Augsburger
Dom entstammen derselben kunstgeschichtlichen Tradition. Die Gotik 
markierte die Blütezeit der Glasmalerei, besonders in Frankreich (wie
Chartres, Bourges, Reims, Paris). Die französische Glasmalerei be-
einflußte die Entwicklung in England (Canterbury, York), in Spanien 
(León), Italien (Assisi, Orvieto) und Deutschland (Marburg, Regensburg, 
Freiburg im Breisgau, Köln, Erfurt). Im 14. Jahrhundert war dann die 
deutsche Glasmalerei richtungsweisend. Die mit Emailfarben bemalte
Kabinettscheibe kam im Profanbau des 15. Jhdt. zur Geltung, Entwürfe
lieferten u.a. A. Dürer, J. Breu d. Ä., H. Baldung. Die Romantik wandte 
sich wieder stärker der Glasmalerei zu, das 20. Jh. brachte Werke u.a.
von J. Thorn Prikker, H. Matisse, F. Léger, M. Chagall, A. Manessier
hervor.
Glasmalerei wird durch den Glaser hergestellt. Glas- und Porzellan-
maler beschäftigen sich dagegen mit der Bemalung von Gebrauchs-, 
Schmuck- und Kunstgegenständen. .
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Webdesign Werner Störk 2004
Chorfenster der Marktkirche St. Cosmas und Damian
in Goslar (um 1250)
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Webdesign Werner Störk 2004
Die Kreuzigung, Triptychonfenster aus der Kartause 
von Prüll, Bayerisches Nationalmuseum München
(um 1513)
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15 Fotos © Werner Störk 2004
 Exkursion zum Breisacher Münsterberg mit dem Münster St. Stephan.
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Fotos © Werner Störk 2004
 Glasfenster von Feuerstein (1967) im Breisacher Münster St. Stephan
auf dem Münsterberg zu Breisach.
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Fotos © Werner Störk 2004
Glasfenster von Feuerstein (1967) im Breisacher Münster St. Stephan
auf dem Münsterberg zu Breisach.
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Die Glasmalerei (II)
Quelle: http://www.net-lexikon.de/Glasmalerei.html
Unter Glasmalerei versteht man die Herstellung farbiger Fenster mit 
bildlichen Darstellungen. 
Die Wirkung entsteht durch das durchscheinende Licht, die damit nur 
bei Tageslicht sichtbar sind. Die Farbenpracht erzeugt eine mystische 
bis feierliche Stimmung, die Glasmalerei steht damit im Dienste der 
Architektur. 
Zwei grundlegende Techniken werden dabei angewendet: Farblose 
oder einfarbige Gläser werden mit Schmelzfarben bemalt und ent-
wickeln beim Brennen die gewünschte Farbgebung auf farbiges Glas 
und wird nun auf die Zeichnung aufgetragen und mit dem Einsetzen 
von Schatten- und Lichtelementen eine räumliche Wirkung erzielt. Der 
Ursprung der Glasmalerei liegt wahrscheinlich im sassanidischen 
Persien. Eine völlig andere Art ist die Hinterglasmalerei, die nur bei 
auffallendem Licht wirkt. 
Die Glasmalerei findet sich vorwiegend im sakralen Bereich, seit dem
Spätmittelalter gibt es jedoch auch Beispiele aus dem profanen Bereich.
Eine besondere Gruppe ist die spätmittelalterliche Kabinettglasmalerei
Seit etwa der Mitte des 15. Jh. sind auf diesem Gebiet reizvolle Vierpaß-
scheiben faßbar, z.B. die 2 Scheiben aus dem Augsburger Kreis um Jörg
Breu d. Ä. (seit 2000 im Germanischen Nationalmuseum, MM 898 und 899), 
die wohl ein Geschenk für König Ferdinand I. waren. 
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Fotos © Werner Störk 2004
Stift Heiligenkreuz (Österreich)
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Fotos © Werner Störk 2004
Glasfenster im Stift Heiligenkreuz (Österreich)
auf dem Weg nach Mayerling ...
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