Nach dem Verfall des Römischen Reiches übernahmen
die Klöster
die Aufbewahrung der antiken Literatur über die Glasherstellung. |
Diese Klosterhütten waren es auch, die bis zum 13. Jahrhundert
die
Glasherstellung, vor allem für die Kirchenfenster, besorgten.
Als das
Bürgertum das Wirtschaftsleben zu beherrschen begann, wurde auch
die Glaserzeugung von den Klöstern losgelöst. |
In den Klosterhütten begann auch die Glasmalerei: „Malen“ mit
Glas.
Die Kunst, Glasfenster aus farbigem und teils bemalten Glasstücken,
die durch Bleiruten miteinander verbunden werden, herzustellen. Auch
bekannt unter dem Namen Bleiverglasung. Die Glasmalerei, also die
Kunst, Glasfenster meist aus mit Figuren oder Ornamenten bemalten,
zusammengesetzten und in Bleistege eingebetteten Glasstücken her-
zustellen, ist eine Erscheinung des Abendlandes, deren Vorstufen in
der römischen Antike und in Byzanz anzutreffen sind. Die frühesten,
voll ausgebildeten Formen der Glasmalerei stammen aus dem Kloster
Lorsch (heute Hess. Landesmuseum in Darmstadt): Das Fragment
der Glasmalerei im Kloster Lorch, aus der Zeit um 880, gilt als
ältester Beleg der europäischen Glasmalerei. |
Die zu Beginn des 12. Jhdt. gefertigten Prophetenfenster im Augsburger
Dom entstammen derselben kunstgeschichtlichen Tradition. Die Gotik
markierte die Blütezeit der Glasmalerei, besonders in Frankreich
(wie
Chartres, Bourges, Reims, Paris). Die französische Glasmalerei
be-
einflußte die Entwicklung in England (Canterbury, York), in Spanien
(León), Italien (Assisi, Orvieto) und Deutschland (Marburg,
Regensburg,
Freiburg im Breisgau, Köln, Erfurt). Im 14. Jahrhundert war dann
die
deutsche Glasmalerei richtungsweisend. Die mit Emailfarben bemalte
Kabinettscheibe kam im Profanbau des 15. Jhdt. zur Geltung, Entwürfe
lieferten u.a. A. Dürer, J. Breu d. Ä., H. Baldung. Die Romantik
wandte
sich wieder stärker der Glasmalerei zu, das 20. Jh. brachte Werke
u.a.
von J. Thorn Prikker, H. Matisse, F. Léger, M. Chagall, A. Manessier
hervor. |
Glasmalerei wird durch den Glaser hergestellt. Glas- und Porzellan-
maler beschäftigen sich dagegen mit der Bemalung von Gebrauchs-,
Schmuck- und Kunstgegenständen. . |
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| Die Glasmalerei (II) |
| Quelle: http://www.net-lexikon.de/Glasmalerei.html |
Unter Glasmalerei versteht man die Herstellung farbiger Fenster
mit
bildlichen Darstellungen. |
Die Wirkung entsteht durch das durchscheinende Licht, die damit nur
bei Tageslicht sichtbar sind. Die Farbenpracht erzeugt eine mystische
bis feierliche Stimmung, die Glasmalerei steht damit im Dienste der
Architektur. |
Zwei grundlegende Techniken werden dabei angewendet: Farblose
oder einfarbige Gläser werden mit Schmelzfarben bemalt und ent-
wickeln beim Brennen die gewünschte Farbgebung auf farbiges Glas
und wird nun auf die Zeichnung aufgetragen und mit dem Einsetzen
von Schatten- und Lichtelementen eine räumliche Wirkung erzielt.
Der
Ursprung der Glasmalerei liegt wahrscheinlich im sassanidischen
Persien. Eine völlig andere Art ist die Hinterglasmalerei, die
nur bei
auffallendem Licht wirkt. |
Die Glasmalerei findet sich vorwiegend im sakralen Bereich, seit dem
Spätmittelalter gibt es jedoch auch Beispiele aus dem profanen
Bereich. |
Eine besondere Gruppe ist die spätmittelalterliche Kabinettglasmalerei.
Seit etwa der Mitte des 15. Jh. sind auf diesem Gebiet reizvolle Vierpaß-
scheiben faßbar, z.B. die 2 Scheiben aus dem Augsburger Kreis
um Jörg
Breu d. Ä. (seit 2000 im Germanischen Nationalmuseum, MM 898 und
899),
die wohl ein Geschenk für König Ferdinand I. waren. |
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