AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Werkrealschule
D- 79650 Schopfheim

Historisches Schanzwesen
Von Hippen & Hauen
Im Einsatz bei Letzen und beim Nachschneiden von Hagen
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Fotos © Sammlung & Archiv Werner Störk 2006
Das "Letzen" , also das Errichten von Weghindernissen mittels Umschlagen von Bäumen, galt nicht nur im 
Mittelalter, sondern bis spät ins 18. Jahrhundert als optimales defensives Verteidigungssystems: Die Bäume
wurden nicht vollends gefällt, sondern in ca. 1 - 1,20 Meter Höhe so angeschlagen, dass die Baumkrone in 
die gewünschte - feindliche - Angriffsrichtung fiel, der obere Teil des Stammes aber am unteren Teil nur um-
geknickt war, also noch relativ fest verbunden. Nun wurden die längsten Äste mit anderen "geletzten" Bäumen 
entweder verflochten oder mittels Seilen miteinander verknüpft - so entstand ein kaum zu überwindendes 
Weghindernis, das den Feind - wollte er es räumen - für längere Zeit aufhielt. Gleichzeitig schuf es aber auch 
für die Verteidiger aus der Deckung heraus einen Angriffspunkt.
Die Repros zeigen Ausschnitte aus  einer Militärkarte von 1701, auf der der geplante "Letzewald" mittels Kreuz-
Schraffierungen markiert wurde. In der Mitte die mittelalterliche Darstellung des Letztens. Für diese Arbeiten 
wurden - wie auch beim Verhack und Verhau - Äxte und Hippen eingesetzt, wie auch für die Pflege der Hage 
(Rückschnitt der Jungtrieb z. B. der Hagbuche). Ebenso kamen die Hippen bei der Herstellung von Faschinen
(siehe Faschinenmesser) zum Einsatz.
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Fotos © Sammlung Werner Störk 2006
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Von Hippen und Hagen

Die Hippe ist eine Art Haumesser und wurde im Rahmen der Fortifikation eingesetzt, vergleichbar 

mit dem Faschinenmesser. Ebenso wichtig war ihr Einsatz bei der Pflege von Hagen (Hecken), 

die zum Schutz der Dörfer und als Grenzhage angepflanzt wurden. Solche Hage spielten aber

auch bei der Jagd, insbesondere bei der Treibjagd eine wichtige Rolle als auch für das Wild un-

überwindliches Hindernis.

Foto © Sammlung Werner Störk 2006
Foto © Sammlung Werner Störk 2006
Foto © Sammlung Werner Störk 2006
Foto © Sammlung Werner Störk 2006
Foto © Sammlung Werner Störk 2006

Auch die Machete gehört in diesen Bereich und ist dem Faschinenmesser ähnlich.


 
Foto © Sammlung Werner Störk 2006
Axt
Historischer Text, Quelle:  Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1885 - 1892.
Axt (altdeutsch achus, später akkes, agst, v. lat. ascia), Werkzeug zum Fällen, Spalten, Behauen und Zurichten 
des Holzes, unterscheidet sich vom Beil durch den längern Stiel und durch die geringere Breite der Schneide, 
welche von beiden Seiten gleichförmig zuläuft. Die Hacken- oder Blankschwiede fertigen die A., indem sie eine 
flache Eisenstange an beiden Enden dünner ausschmieden und dann zusammenbiegen, wobei die Biegungs-
stelle zu dem Loch oder Rohr (Haube, Öhr) ausgearbeitet wird, durch welches man den Stiel steckt. Zur Bildung
der Schneide schiebt man eine Stahlplatte zwischen die gabelnden Enden der Stange oder legt sie außen auf 
beiden Seiten um das Eisen und verschweißt in beiden Fällen das Eisen mit dem Stahl. Durch Härten, Anlas-
sen und Blankschleifen wird die A. vollendet. Der Stiel (Helm) muß aus festem, nicht sprödem Holz bestehen; 
in Deutschland wählt man dazu am liebsten Weißbuchen- oder Eschenholz, in Nordamerika werden mehrere 
elastische Holzarten, namentlich das sogen. Hickoryholz von Juglans alba und Celtis occidentalis, dazu verwen-
det,als deren Ersatz man für Europa den Zürgelbaum (Celtis australis) in Vorschlag gebracht hat. Die Wirkung 
der A. ist die eines durch Stoß vorwärts getriebenen Keils, der um so tiefer eindringt, je schlanker er ist, und je 
stärker der Stoß war. Der Zimmermann gebraucht drei Äxte. Die Zimmeraxt (Bundaxt, Bandhacke), 30 cm lang, 
an der geradlinigen Schneide 8-10 cm breit, mit 90 cm langem Stiel, dient zum Behauen der Holzflächen; die 
Queraxt (Zwerchaxt), deren Eisen über beide Seiten des Stiels gleichweit hervorragt, 50 cm lang, an jedem En-
de mit einer Schneide versehen, wovon die eine dünn, zweiseitig zugeschärft, 4cm breit und parallel zum Stiel 
gestellt ist, während die andre, viel dickere einseitig zugeschärft, 2,5 cm breit ist und quer gegen den 90 cm 
langen Stiel steht, dient zum Aushauen von Löchern; die Stoßaxt (Stichaxt), 50 cm lang, 6 cm breit, einseitig 
zugeschärft und zwar noch 11 cm weit längs der Ränder, mit 15cm langer Haube als Griff und ohne Stiel, dient 
zum Ausputzen der Zapfen und Zapfenlöcher. Auch im Forstbetrieb kommen verschiedene Äxte vor, wie die 
Hauaxt, Spaltaxt etc. Besondere Aufmerksamkeit verdient die in Nordamerika von Davies erfundene Holzaxt
(amerikanische A.). Dieselbe zeichnet sich durch ihre arbeitfördernde und kraftersparende Beschaffenheit aus.
Das Eifen ist 30 cm lang und von der Rückseite nach der Schärfe etwas abwärts gebogen; die Seitenflächen 
desselben sowie die Schärfe sind konvex. Der Vorteil besteht hauptsächlich darin, daß die Schärfe der ameri-
kanischen A., indem sie nur einen kleinen Teil des Holzes trifft, die volle Kraft des Hiebes auf diesen Punkt 
konzentriert, mithin wirksamer ist, während zu gleicher Zeit die Konvexität der Seitenwände das Festklemmen
verhindert, daher diese A. sich leichter als eine andre aus der Spalte wieder herausziehen läßt. Dagegen hin-
dert auch dieselbe Konvexität der Seiten das tiefere Eindringen der Schärfe. Die A. ist sehr brauchbar, wo es 
sich bloß um das Fällen und Ausroden des Holzes handelt, ohne daß dabei auf den größern oder kleinern Holz-
verlust Rücksicht genommen wird; überall aber, wo nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit der Holzverlust in 
Anschlag zu bringen ist, verdient die Säge zum Fällen der Stämme den Vorzug. Die A. war einst eine allge-
meine Waffe der germanischen Völker, die sie nicht nur beim Kampf in der Nähe gebrauchten, sondern auch 
mit großer Sicherheit in die Ferne zu schleudern verstanden (Streitaxt und   Francisca > Wurfaxt und National-
waffe der Franken). Axtähnliche Werkzeuge, aus Stein oder Metall gefertigt, wurden bereits in prähistorischer 
Zeit benutzt.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um historische Texte.
Beil
Historischer Text, Quelle:  Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1885 - 1892.
Beil, Werkzeug zum Behauen von Holz, besteht aus einem breiten eisernen Blatt mit Stahlschneide und 
einem Öhr (Haube) für den Helm oder Stiel. Es ist in der Regel nur einseitig zugeschärft, und je nachdem
die Zuschärfung auf der rechten oder linken Seite des Arbeiters sich befindet, wird das Werkzeug rechtes
B. oder linkes B. genannt. Das Breit-, Dünn- oder Zimmerbeil zum Ebnen der mittels der Zimmeraxt be-
schlagenen Flächen ist 32 cm breit mit 60 cm langem Stiel. Das kleinere Handbeil mit 45 cm langem Stiel 
dient zum Behauen kleiner Hölzer, die man in der Hand halten kann, zum Einschlagen von Nägeln etc. 
Das Schreiner- oder Tischlerbeil (auch deutsches Handbeil) ist 15 cm breit mit 37 cm langem Stiel. Die 
Schneide ist geradlinig, bildet aber nach der Stielseite hin einen starken Bogen wie ein Viertelkreis. Außer
vom gewöhnlichen Grobschmied werden Beile wie die   Äxte (s. d.) auch in Eisenwarenfabriken von beson-
dern Arbeitern (Beilschmieden) gefertigt.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um historische Texte.
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