Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 
Blick in die Montangeschichte von Gersbach
Die Gersbacher Silberlöcher
© WS-2001
Zwei Stollen und eine Halde zeugen vom Silberbergbau
 

 
In Gersbach wurde auch nach Silber und silberhaltigem Erz gegraben. Lange Zeit wurde dieser Silberbergbau
eher der Welt der Sagen und Legenden zugewiesen. Die neuen Forschungsergebnisse - u. a. auch 
die der AG
Minifossi - können jedoch das Vorhandensein silberhaltiger 
Erze und auch von Silber selbst eindeutig belegen. 
Wertet man zusätzlich auch die Aussagen von Zeitzeugen*) aus, welche die Stollen der Silberlöcher vor ca. 40
Jahren noch selbst begangen haben, ergibt sich ein schlüssiges Bild: Hier gab es nachweisbar den gezielten
bergmännischen Versuch, das silberhaltigen Erz (Galenit 
= Bleiglanz) zu gewinnen. Daneben fand man Baryt,
Fluorit, Chalkopyrit und natürlich Pyrit
(*Quelle: Eugen Holdermann, Schopfheim)
Inwieweit die Namensgebung des Silbergrabens auf den 1350 in  Gersbach begüterten Heinrich Silber zurückgeht
oder - nomen est 
omen - ob die oral history (mündliche Überlieferung) auf die hier  vielleicht schon frühen Versuche,
das silberhaltige Erz  zu gewinnen, verweisen, ist nicht mehr eindeutig zu klären. Dies gilt auch für die
sogenannten
Silberlöcher
südlich von Gersbach am westlichen Steilhang des Wehratales.
 

Foto © Werner Störk 2001

 
Da Orkan Lothar im Bereich der Silberlöcher erfreulicherweise keine solchen Schäden angerichtet hat, sind diese
beiden montanhistorischen
Zeugen noch problemlos zu finden und auch leicht zu erkennen. 
Gutgemeinter Rat: Das Begehen der steilen Halden ist gefährlich und nur mit  festem Schuhwerk und vorsichtigem
"Queren" zu bewältigen! Übermütiger Leichtsinn kann gerade hier hier schlimme Folgen haben ... 
 

Fotos © Werner Störk 2001

Die obere Halde der Gersbacher Silberlöcher
Legende: Verstürzte Stollenmundlöcher (rot),
Halde (orange), durch den Bau der 
Forststraße stark unterschnitten
 

Fotos © Werner Störk 2001 

Die zwei Silberlöcher von Gersbach
Legende: Verstürzte Mundlöcher (rot),
Silberloch 1 (gelb), Silberloch 2 (orange).
 

Fotos © Werner Störk 2001 

Im Eingangsbereich zum Silberloch 2
Legende: Genaues 30° Streichen
 

Fotos © Werner Störk 2001

   Blick auf die abgerutschte Halde oberhalb der Forststraße
  mit frisch aufgedecktem Haldenmaterial
 

Fotos © Werner Störk 2001

Bohrmarke im Eingangsbereich 2  (zum Größen-Vergleich: 3,5 " Diskette)
 

Fotos © Werner Störk 2001

Oberer Haldenbereich der Silberlöcher mit sehr steiler Sturzkante
 

Fotos © Werner Störk 2001

Silberloch 1
(Legende: Obere Einsturzkante (gelb), unterer Stolleneingangsbereich (orange)
 und verstürztes Mundloch (rot).
 

Fotos © Werner Störk 2001

Silberloch 2
(Legende: Obere Einsturzkante (gelb), unterer Stolleneingangsbereich (orange) und
verstürztes Mundloch (rot.)
 

Foto © Werner Störk 2001

Rest der historischen Halde unterhalb der Forststraße
Vorsicht
Hier fällt das Terrain sehr steil zum Wehratal ab!

Foto © Werner Störk 2001

 
Dass auch heutige "Schatzgräber" die erneute Suche nach dem  begehrte Edelmetall noch nicht
 aufgeben haben, zeigen 
immer wieder frische Grabungsspuren ...
 

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