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Immer ein lohnender und auf jeden Fall ein empfehlenswerter Besuch:

Museum für Ur- und Frühgeschichte
im Colombi-Schlössle Freiburg
Colombi-Schlössle
Rotteckring 5
Postfach 5225
79019 Freiburg im Breisgau

Tel.: 0761 - 201 - 2571
Fax.: 0761 - 201 2579
E-Mail: museumuf@stadt.freiburg.de

Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr

- Rollstuhlgerechte Einrichtung -
 

Foto  © Werner Störk 2003
Georg Jakob Schneider baute das Colombi-Schlössle zwischen 1859 
und 1861 Jahren für die Gräfin de Zea Bermudez y Colombi und ihre
Töchter. Das Gebaude steht auf dem ehemaligen "Saint-Luis" Bastion
von 1744 - 1745. Die neue "Villa Colombi" wurde im englischen Gotik 
und Tudorstil entworfen. Nach dem Tod der Gräfin ging die Villa in den
Besitz von J.A. Sporer (1867 - 1869) und dann von J.G. Thoma. Später,
1899, ging das Schlössle in den Besitz von Stadt Freiburg. 1983 wurde
das Colombi-Schlössle Ausstellungsgebäude des Museums für Ur- und
Frühgeschichte.
Foto © Werner Störk 2003
Das Museum lädt zu einem Gang durch die frühen Geschichtsepochen 
Sübadens ein. Das Schaufenster archäologischer Forschung an Ober-
und Hochrhein bietet interessante Einblicke in die Steinzeit, mit den 
ersten Kunstwerken aus der Region, in die Bronzezeit, in die Zeit der 
Kelten  und in die Römerzeit mit dem schönsten Wandgemälde, das
nördlich der Alpen gefunden wurde.
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte der Stadt Freiburg zeigt archäologische
Funde aus dem gesamten Regierungbezirk Freiburg im Colombischlössle, einem
der schönsten neugotischen Gebäude Süddeutschlands. Im Leo-Wohleb-Saal, 
dem Arbeitszimmer des letzten badischen Staatspräsidenten, finden Sonderaus-
stellungen statt (ferner im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek). Die Schau-
sammlung gibt anhand von herausragenden Funden anschauliche Einblicke in die
Geschichte Südbadens von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter. Zu den inte-
ressantesten Funden aus der Steinzeit gehören figürliche Knochenritzungen und
Frauenfigürchen vom Petersfels (um 10 000 v.Chr.) - die ältesten nachgewiesenen
Kunstwerke Südbadens. In der bronzezeitlichen Abteilung, in der u.a. Siedlungs-
funde aus vom Burgberg bei Burkheim ausgestellt sind, erläutert ein Modell die 
Herstellung und die Verarbeitung des neuen Werkstoffes. 
Für die Eisenzeit zeugen die sensationellen Fürstengräber von Kappel und Ihringen
mit reichen Beigaben sowie Siedlungsfunde vom Breisacher Münsterberg von einer
einflußreichen Oberschicht, die in diesem Raum lebte. Funde römischer Zeit stammen
aus dem ersten Truppenlager von Dangstetten sowie aus zivilen Siedlungsplätzen
wie Villen und Dörfern mit ihren Bädern. Unter den Zeugnissen des Frühmittelalters
ragen besonders die in der neukonzipierten Alamannenschatzkammer ausgestell-
ten reichen Grabausstattungen von Bräunlingen und Hüfingen mit ihrem Gold- und
Silberschmuck heraus. Einen Blick in die mittelalterliche Stadtgeschichte Freiburgs
erlauben die Funde der Grabungen auf dem Augustinerplatz. Es stehen in den neu-
konzipierten Räumen dreisprachige Tonbildschauen mit insgesamt 22 Programmen
zur Verfügung.
Foto © Werner Störk 2003
Vom 15.02.2003 bis 15.05.2003 stellten wir im Rahmen einer Sonderausstellung unsere 
Gersbacher Glasfunde in der "Neufundvitrine" des Museums für Ur- und Frühgeschichte
im Colombi-Schlössle Freiburg aus. Wir danken in diesem Zusammenhang besonders
Frau Dr. Maren Dieke für die fachkompetente und engagierte Zusammenarbeit sowie 
Herrn Dr. Bertram Jenisch vom Landesdenkmalamt Freiburg für die ausgezeichnete, 
langjährige Begleitung unseres Projektes sowie für dieses besondere Angebot, unsere 
Gersbach-Funde auch einmal überregional zu präsentieren.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 13.3.2003:
Museum für Ur- und Frühgeschichte:
"Glashütten im Schwarzwald"
Neufundvitrine zeigt herausragende Funde
"Herausragende Funde zum Thema "Glashütten im Schwarzwald" zeigt 
das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Colombi-Schlössle jetzt in 
seiner Neufundvitrine. Glashafen-Bruchstücke, Gläserfragmente, 
Foto & Sammlung © Werner Störk 2003
 
Glastropfen und durchglühte Ofensteine erzählen die Geschichte einer
Tradition, die bereits im 14. Jahrhundert einsetzte und bis ins 19. Jahr-
hundert aktiv war. Auch in Sagen und Märchen der Region spielen die
Glashütten eine Rolle.
Foto & Sammlung © Werner Störk 2003
Geborgen wurden die Exponate in den letzten drei Jahren von Mitgliedern
der Minifossi-AG an der Schopfheimer Friedrich-Ebert-Schule. Die auch
archäologisch interessierten SchülerInnen entdeckten die Fundplätze im 
Raum Gersbach anhand von Flurnamen und suchten den Boden
systematisch ab. 
Foto & Sammlung © Werner Störk 2003
 
Anhand der Bruchstücke und Fragmente können ArchäologInnen nun 
erstmals ansatzweise Aussagen über die Herstellung des Glases, die 
Produkte der Hütten, den Glashandel sowie den Alltag der Gersbacher 
Glaser machen. Auch ist jetzt eine genauere Datierung der einzelnen 
Glashütten möglich. Sie stammen in diesem Fall zumeist aus dem 15. 
bis 17. Jahrhundert.
Foto © Werner Störk 2003
Neben Bauern, Bergleuten und Köhlern waren die Glaser ein wichtiger
Pfeiler der einstigen Gersbacher Berufs- und Bevölkerungsstruktur.
Seit dem Mittelalter prägte die Herstellung des "grünen Wälderglases"
wesentlich das Leben im südlichen Schwarzwald und stand mit für die
Tradition und das handwerkliche Können seiner Bevölkerung. Von den
historischen Glasbläsern zeugen heute neben einigen Flur- und Bach-
Namen nur noch wenige Belege.
Foto & Sammlung © Werner Störk 2003
 
Ergänzend erlaubt die Präsentation einen Blick auf die venezianischen
Glasmanufakturen von Murano. Diese unterhielten aufgrund ihres 
Bedarfs an Mangan und Kobalt Verbindungen mit den deutschen
Mittelgebirgsräumen.
Fotos & Sammlung © Werner Störk 2003
Für die Minifossi-AG ist es die 49. Ausstellung in ihrer 20-jährigen 
Projektarbeit, die sich neben der Glashütten-Thematik beispielsweise
der Goldgewinnung im Rhein sowie augenblicklich der Erforschung
der Schanzen des Türkenlouis widmet
Foto © Werner Störk 2003
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte ist dienstags bis sonntags
von 10 bis 17 Uhr geöffnet "(ZE)
Interessante Seiten zum Thema Glas und Glashütten:
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Der Glasträgerweg
Glasmuseum Wüstenrot
Glasmuseum Wertheim
Spätmittelalterliche Waldglashütten
Die Glashütten von Großerlach
Glashütten im Welzheimer Wald

 
Zeitlose und immerwährende Faszination der Glasperlen ...
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