Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach
Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

Es geschah am Morgen des 14. Oktober 1702
Die blutige Schlacht am Tüllinger Käferholz
Auf den Spuren des legendären Türkenlouis
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Foto © Werner Störk 2002
Die im Vordergrund liegende Rheinebene und der sich 
im Hintergrund erhebende Tüllinger Berg mit dem
Käferholz waren 1702 der Schauplatz einer der
wichtigsten Schlachten in unserer Region.
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Fotos © Werner Störk 2002
Das Käferholz (Pfeil)
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Foto © Werner Störk 2002
Ötlingen mit Blick über die Rheinebene in die Vogesen .
Gemälde von Zumkeller, 1955, Sammlung AG Minifossi.
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Foto © Werner Störk 2002
Wir nähern uns von Süden dem Käferholz und 
auch dem Türkenlouis-Denkmal ...
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Foto © Werner Störk 2002
„Im Spanischen Erbfolgekrieg gelang es vereinigten kaiserlichen 
Truppen erstmals die Ausdehnung des französischen Einfluss-
bereiches über den Rhein nach Osten für eine gewisse Zeit zu
verhindern. 
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Foto © Werner Störk 2002
Am Morgen des 14. Oktober 1702 waren Truppen der französischen
Festung Hüningen unter Führung von Herzog und General Louis 
Hector de Villars mit 20 000 Soldaten und 33 Feldgeschützen über 
den Rhein gekommen und hatten mit der Kavallerie die Festung 
Friedlingen eingenommen und zerstört. 
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Foto © Werner Störk 2002
Die Armee der Habsburgischen war ähnlich stark. Die Infanterie-
Einheiten beider Armeen trafen dann am Käferholz aufeinander. 
Der kaiserliche Reichsfeldmarschall Markgraf Ludwig Wilhelm der 
Erste von Baden,  seit den Auseinandersetzungen vor Wien auch 
"Türken-Louis" genannt, konnte erfolgreich das Vorhaben der 
Feinde verhindern.
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Foto © Werner Störk 2002
Nach blutigen Auseinandersetzungen mit 335 toten Kaiserlichen, bei 
742 Verwundeten, und 900 als vermisst oder gefangen Gemeldeten 
und einem mehrfachen auf französischer Seite, nämlich  1.703 Toten
und 2.601 Verwundeten, zogen sich die Angreifer wieder über den 
Rhein zurück. In einem Massengrab zwischen Weil und Haltingen wurden
die Gefallenen beerdigt. Die Dörfer, Weiler und Gehöfte sowie die ganze 
Zivilbevölkerung wurde von der militärischen Besatzung arg gebeutelt.
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Foto © Werner Störk 2002
Ziel der politischen Führer unter Ludwig XIV. war eine Vereinigung mit 
den bayrischen Witttelsbachern. Das wurde durch die kaiserlich-
habsburgischen Einheiten und die des badischen Markgrafen für eine
kurze Zeit verhindert. 
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Foto © Werner Störk 2002
14 Jahre zuvor hatten die Franzosen jedoch schon die Burg Rötteln 
vernichtet und waren schon einmal auf Zeit Herren des Wiesental. 
Dennoch kann man sagen, dass seit der Schlacht am Tüllinger der
Rhein als französische Ostgrenze, bis auf wenige Ausnahmen, 
festgeschrieben wurde.“
Quelle: Klettke, Karl-Heinz (2002): Vor 300 Jahren tobte blutige Schlacht am Tüllinger,
 in: Oberbadisches Volksblatt/Markgräfler Tagblatt/Weiler Zeitung (Tageszeitung), 
Seite „Stadt Lörrach“, Seite 1, Nummer 237 vom 12./13.10.2002, Lörrach.
Foto © Werner Störk 2002
Foto © Werner Störk 2002
Foto © Werner Störk 2002
"Zur Erinnerung an den Sieg des Markgrafen Ludwig Wilhelm
bei Tüllingen-Friedlingen am 14.10.1702. Errichtet vom 
Offizierskorps des Inf. Reg. Markgraf Wilhelm
3. Bad. No. 111 im Jahre 1902."
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Foto © Werner Störk 2002
Blick über Lörrach-Stetten in die Rheinebene, 
auf Tüllingen und den Lindenplatz.
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Foto © Werner Störk 2002
Der Tüllinger mit dem Käferholz.
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Foto © Werner Störk 2002
Blick auf das "Chäferhölze" - das seinen Namen zu Ehren der
vielen Maikäfer trägt, die es periodisch leerfressen ... 
"Maikäfer flieg´ ... und schon sind wir wieder
mitten in der Geschichte!
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Foto © Werner Störk 2002
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Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden,
der "Türkenlouis"
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Claude Louis Hector Herzog von Villars
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Der Frühnebel am Morgen des 14. Oktober 1702 mag 
sich noch  nicht ganz aufgelöst haben, als Herzog Louis 
Hector de Villars, General der königlich französischen 
Truppen, gegen 9 Uhr seinen Soldaten den Befehl zum
Sturm erteilt.
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Foto © Werner Störk 2002
Der heutige Blick auf das damalige Schlachtfeld
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Eine Armee von 20.000 Mann überquert auf Höhe der
Schusterinsel  den Rhein. Die Gelegenheit ist günstig:
Der als Türkenlouis bekannte Markgraf Ludwig Wilhelm
von Baden, kaiserlich-habsburgischer Reichsmarschall,
war nach Meldungen über ein Vorrücken des Feindes im
Norden noch im Morgengrauen mit seinem nicht minder
großen Heer abgerückt. Als er eilend zurückkehrt, sind
Villar´s Soldaten längst in Stellung …
..
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.Der historische Stich zeigt das Gefecht am Käferholz..
… Es ist ein blutiger Kampf. Der Markgraf zählt in seinem
Heer 335 Tote und 742 Verwundete, nach französischen
Quellen beläuft sich die Zahl der Verluste sogar auf 3.000.
Auf französischer Seite sollen 1.703 Soldaten umgeg-
kommen und 2.601 verwundet worden sein. Die Toten der
Schlacht finden in einem Massengrab zwischen Haltingen
und Weil ihre letzte Ruhe.“
Quelle: Raab, Martin (2002): Als Frankreichs Glanz verblasste, in:
Der Sonntag, Sonntagszeitung, Rubrik „Seite drei“, Lörrach,
vom 13.10.2002.
Nachdenklich und betroffen blicken wir über das historische 
Schlachtfeld, über die Abhänge des Tüllingers, nach Weil, 
Friedlingen, Hüningen und  über die Rheinebene hinweg - 
aufgenommen am 300. Jahrestag der Schlacht, genau am 
14. Oktober 2002 ... und genau so sahen es damals auch 
die Soldaten, die hier den Angriff erlebten.
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11 Fotos © Werner Störk 2002
Und so sahen die französischen Truppen 
unter Villars ihr Angriffsziel.
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Webdesign o © Werner Störk 2002
Das historische Schlachtfeld "Situationsplan" mit dem Käferholz
(rot = Französische Truppen, gelb: Truppen des Markgrafen)
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Foto © Werner Störk 2002
Direkt von der Hochterrasse der Rheinebene erhebt 
sich der langgestreckten Rücken des Tüllingers.
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Fotos © Werner Störk 2002
Das strategisch wichtige Chäferhölze (Pfeil).
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Fotos © Werner Störk 2002
  Auf der Tüllinger Anhöhe standen bereits Soldaten von Villars
(Pfeil Käferholz).
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Fotos © Werner Störk 2002
Nochmals zurück auf die heutige Tüllinger Höhe:
Das Hindenburg-Denkmal auf dem Lindenplatz - Zeugnis
für die besondere strategische Lage in unmittelbarer Nähe 
zum "Erbfeind" ... über 200 Jahre lang hatte sich das 
Feindbild erhalten, dann kam der 2. Weltkrieg - und wie 
friedvoll ist unsere Welt heute?
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Foto © Werner Störk 2002
Ein letzter Blick über Lörrach auf den Dinkelberg und ins 
Vordere Wiesental mit dem Röttler Schloß und dem
südlichen Schwarzwald mit seinen Zeugnissen 
unruhiger und unfriedlicher Zeiten: Den
Schanzen und Wall-Anlagen.
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