AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Werkrealschule
D- 79650 Schopfheim

Diorama & Modellbau für das Städtische Museum Schopfheim

Von Sultanen, Paschas und Janitscharen 

 

Unser größtes Zinnfiguren-Diorama entsteht

..


 
Arbeitsplan für das Diorama-Projekt 
Maße L 240 x B 120 x H 40 cm, Gewicht 80 Kilogramm,
500 Flachfiguren 30 - 35 mm, 120 vollplastische Figuren und Zubehör 
Entwurf & Ausführung: AG MINIFOSSI, Planung, Materialbesorgung und Bau: AG MINIFOSSI 
Planungsbeginn März 2010, Fertigstellung Dezember 2010, Auslieferung Februar 2011 
Projekt- und Arbeits-Team der AG MINIFOSSI
Christian Volz (7c), Robert Stebner (9c), Patrick Beitz (9c), Jennifer Gruber (10), René Brangoli (10), 
Julian Brändle (10), Stephen Walde (10), Dennis Klose (10), Josua Kalt (9b) und Werner Störk (AG- 
und Projektleitung).
Fotos © Werner Störk 2010

Das Minifossi-Team vor unserem Diorama "Römisches Marsch- und Feldlager" im 

Archäologischen Museum arco Colombi-Schlössle Freiburg (oben) und das aktu-

elle Team 2010 vor dem ersten 1:1 Skizzenentwurf für das neue Modell (unten).

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Kooperationspartner 
Badische Landesmuseum (Karlsruhe) http://www.landesmuseum.de + http://www.tuerkenbeute.de/
Roswitha Prochnow-Engels (Mannheim) http://www.roswitha-prochnow.com/
Berliner Zinnfiguren (Berlin) http://www.zinnfigur.com/
Kai Fuhrmann (Wilhelmshaven) http://www.fuhrmann-figuren.de/main.htm
Roberto Albert (Muldenhammer-Tannenbergsthal) http://www.modellbahnwelt24.de/
Allgemeine Grundlagen

Intensive Recherchen Fachliteratur + Internet (3 Monate) plus 16-tägige Studienreise Danubien 

(Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau, Ukraine - siehe Flaggen)


 
Exemplarische und empfehlenswerte Website http://www.tuerkenbeute.de/

„Das Virtuelle Museum „Karlsruher Türkenbeute“. präsentiert die Highlights der Sammlung „Karlsruher Türkenbeute“ im 

Badischen Landesmuseum mit interaktiven 3D- und Zoom-Aufnahmen. Diese neuartigen Einblicke in das osmanische 

Kunsthandwerk ergänzen die „Themenreisen“ und die Artikel zu „Kunst und Kultur“ mit Informationen über Geschichte, 

Kunst, Kulturgeschichte der Osmanen und deren Begegnung mit Europa. Weiterführendes Wissen – aktuelle Nach-

richten, ein Downloadservice sowie ein Archiv mit Materialien der Website – Foren und ein Chat laden zur lebendigen

Auseinandersetzung mit dem Virtuellen Museum und zum Meinungsaustausch mit anderen Besuchern ein.“ 

Quelle: http://www.tuerkenbeute.de/

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Maßstäblicher 2-D-Entwurf 1 : 1 
Auswahl aus der eigenen Sammlung & Bestellung der neuen Zinnfiguren
Figuren-Ensembles und Zubehör kontrollieren und ergänzen 

Modellbau-Zubehör im Fachhandel (Fuhrmann, Albert) und im Internet.
Nicht erwerbbare Teile selbst entwickeln und anfertigen (wie z. B. Zelte, Zelt-Dekor, Spanischer Reiter, 
Faschinen, Palisaden, Ross-Schweife, Fahnen, Wimpel, usw.) 

Wir planen – auf der Basis konkreter Darstellungen auf historischen Kupferstichen – zunächst eine "ideale" Land-

schaft, da wir beim Aufbau des Landschaftsmodells bewusst die Prinzipien des Barocks mit seiner ausgeprägten 

Symmetrie und dem Streben nach idealen Proportionen berücksichtigen. Parallel dazu fließen primär natürlich mi-

litär-strategische Überlegungen zur Auswahl der Lagerplätze bzw. des Schlachtfeldes mit ein.

 

Um sich jedoch ein reales Gesamtbild der jeweiligen Landschaft machen zu können, nahm der Projektleiter 2010 an 

einer Donaureise von Passau bis ins Delta am Schwarzen Meer teil. So  war es möglich, eine Vielzahl historischer 

Festungen aus jener Zeit, aber auch die einstigen Schlachtfelder und Belagerungspunkte Vorort kennen zu lernen, 

z. T. auch in ungewohnter Perspektive direkt vom Fluss aus. Exkursionen führten zum Kahlenberg bei Wien, nach 

Bratislava und Budapest, Belgrad und Mohacs, aber auch zu den Festungsbauten wie u.a. Ram, Smederevo 

oder Golubac sowie das heutige Slankamen. Weitere Exkursionen erschlossen auch die neuere Geschichte, wie 

z.B. die Schlacht und Belagerung von Pleven (1877), einem der entscheidenden Höhepunkte im Russisch-Türkischen 

Krieg oder die Folgen der "Nato-Intervention" in der serbisch-kroatischen Auseinandersetzung - die Spuren jenes Krie-

ges(1991) sind z. B. in Vukovar immer noch erschreckend aktuell. Beeindruckend auch die heute noch erlebbare ge-

schichtliche Dimension der unmittelbaren Einflussnahme der osmanischen Kultur auf Sprache, Kleidung, Essen und 

Architektur. Aber auch die bis noch heute schmerzhaft-prägende Erinnerungen an die "Knabenlese" oder den sog. 

"Blutzoll" (bloodtax). Eine in dieser Informations- und Impressionsdichte (so entstanden über 2.00 Fotos) sehr bereich-

ernde Studienreise - die nunmehr einen geschärften und umfassenden Gesamtblick zulässt - was natürlich auch kon-

kret in den aktuellen Modellbau einfließen wird.

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Fotos © Werner Störk 2010

Bei uns werden viele Schlüsselqualifikationen gefördert und gefordert ... angefangen von manuellen und technischen Fertigkeiten, über 

kreative Phantasie bis hin zur umfassenden Medienkompetenz - alles eingebunden in ein Netzwerk mit hoher Teamfähigkeit ...

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Bau
Das Modell entsteht in sog. "Sandwich"-Methode aus Styrodur-Platten, die auf einer stabilen Spezial-
Siebdruck- oder Schildplatte mit Spezialkleber aufgesetzt werden. Darauf werden nach Übertrag eines 
Koordinaten-Netz-Systems im Maßstab 1 : 1 die vorgesehenen Bereiche aufgezeichnet.
Noch vor dem Aufbringen der Gipsbinden wurde klar, dass das Modell von Größe und Gewicht (80 kg)
nicht optimal zu transportieren und vor allem auch in dem engen Treppenhaus des Museums nur sehr 
schwer zu handhaben sein wird. So entschlossen wir uns, das Modell in zwei Teile aufzutrennen, des-
sen Schnittstelle jedoch so angelegt wird, dass der Betrachter nichts davon merkt. Angesichts des am 
Ende erreichten Gesamtgewichts eine nützliche und sinnvolle Entscheidung.
 
Foto © Werner Störk 2010
Die groben Landschaftsformen sind bereits erkennbar und beiden "Aktionszentren" - kaiserlich-habsburgisch-alliiertes Feldlager (links) 
und osmanisches Zeltlager (rechts), getrennt durch die Mäander eines Flusses - heben sich bereits deutlich ab.
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Fotos © Werner Störk 2010
Die Styrodur-Oberflächen sind bereits nachgearbeitet und warten darauf, mit Gipsbinden ummantelt zu werden. Erste Stellproben
mit Geschützstellungen, Traversen, Schanzkörben und Spanischen Reitern bereiten die "Aushub-Arbeiten" für die Wallgräben und 
die Einteilung der Palisadenreihen vor - der Übertrag der einzelnen Positionen erfolgt auf dem 1:1-Entwurf, auf dem dann auch die 
Stellproben der Figurengruppen durchgeführt werden.
..
Geländeerhebungen werden durch zugeschnittene Styrodur-Platten geformt, welche dann durch sorg-
fältiges Abschleifen angepasst werden. Gräben, Bäche und Flüsse werden entsprechend der 1 :1-Zeich-
nung bereits eingeschnitten. Wallkorpusse werden vorgefertigt und aufgesetzt. Die Wallprofile sind mit 
dem Spezialmesser vorbereitet und werden aufgeklebt: Danach werden die Wall- und Grabenflächen 
ausgespachtelt und sauber abgezogen.

Geländeeinschnitte wie der Fluss, die Bäche oder Wallgräben werden mit Hilfe von Messern oder einer 
Stichsäge eingeschnitten, mit einer Raspel nachgearbeitet, mit Modellgips ausgeformt und mit einem 

Sand-Kies-Ponal-Gemisch aufgefüllt.

....
Fotos © Werner Störk 2010
Die Impressionen danubischer Felsmassive und deren Vegetationsbilder lieferten ersten Impulse zur Gestaltung der Gebirgszüge in
unserem Modell ... dennoch haben wir bewusst - dem barocken Prinzip der Symmetrie folgend - eine ideale Landschaft gebaut.
..

Das Modell wird nun eingehend von den verschiedenen Teams kontrolliert und gewünschte Korrekturen
mit Modellgips nachstrukturiert, eine abschließende Kontrolle findet durch das gesamte Team statt - 

jeder und alle sind verantwortlich!

Parallel zu diesen Arbeiten laufen die ersten Stellproben der Figuren, nachdem bereits zum Auftakt
der Planungen eine erste grobe Aufstellung erfolgte.
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Fotos © Werner Störk 2010
Erste Stellproben sollen die späteren Positionen der Gesamtgruppen, aber auch der einzelnen Figuren im 
Gesamtarrangement festlegen - Änderungen gibt es immer wieder, da die konkreten Oberflächenformen des 
Untergrundes schließlich den Ausschlag geben: Natürlich werden diese sorgfältig vorgeplant, aber können 
dennoch immer wieder einmal leicht variieren. Angesichts von über 500 Figuren auch zeitmäßig der größte 
Aufwand. Die Figuren wurden beidseitig in gewohnt professionell-akkurater Technik von Frau Roswitha Engels 
(ehem. Prochnow) aus Mannheim bemalt (Figuren Droste/Frauendorf).
..
Erst jetzt wird das Modell mit Gipsbinden überzogen, was dem Modell Stabilität und für die nachfolgenden 
Arbeiten eine optimale Aus- und Auftragsbasis verleiht. Nach dem Aufbringen der Gipsbinden und nach 
dem nochmaligen Modellieren der Übergänge der Fels- und Mauerfolien wird das Gesamtmodell  abschlies-
send mit Flüssiggips überzogen. Entsprechend der angenommenen geologischen Situation kommen Heki- 
Kalkstein-Fels-Folien zum Einsatz. Die Folien werden passend zugeschnitten, mit Heißkleber fixiert und mit 
Gips an den Übergangen modelliert.
Fotos © Werner Störk 2010

In unserem letzten Modell wollen wir auch dem Element im doppelten Sinne des Wortes Platz einräumen, ohne das es kein
Leben gäbe: Dem Wasser. In seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen prägt es immer die jeweilige Landschaft und ist
der dominierende Raumgestalter. Sein der Natur entsprechender Nachbau erfordert ein Grundwissen, das Themen wie Strö-

mung, Prallhang, Gleithang, Mäander, Sohle usw. einschließt und im Modell umsetzt. Dies gilt natürlich auch z. B. für Furt-

übergänge, Hafenanlagen, Brücken und Stege und die an sie gekoppelten Wege und Straßen. Mit zwei Bergseen und damit 

verbundenen Wasserfällen haben wir in diesem Modell viele dieser landschaftsprägenden Erscheinungsformen mit eingebaut - 

und hoffen, dass uns damit - zusammen mit den Figuren und der Vegetation - ein sehr "lebendiges" Abbild der Natur gelingt. 

Es ist aber auch ganz offensichtlich, dass uns das Element Wasser natürlich viel Fläche zur Aufstellung der Figuren abfordert - 
wir versuchen dies durch eine bewusste Terrassierung zumindest etwas auszugleichen.

..
Die gesamte Modell-Oberfläche wird anschließend nach einwöchigem Austrocknen mit  Spezialkleber über-
strichen und so quasi versiegelt. Bei diesem Prozess werden auch bei den gewünschten Stellen weitere 
Sande und Kiese dort eingearbeitet, wo später diese Materialien sichtbar sein sollen. Die erste Schicht wird 
im Holzleim  eingelassen.
In einem zweiten Arbeitsvorgang werden die Sande und Kiese nochmals mit verdünntem Holzleim überstrichen. 
Nach dem Trocknen und Aushärten ist so eine sehr gute Grundlage zum Aufbringen der Restmasse, die fein
verteilt mit Sprühkleber fixiert und anschließend mit Seidenmatt-Spraylack überzogen wird. Zu diesem Zeitpunkt 
erhält das Modell seinen erste Seiten- und Unterboden-Anstrich, der am Ende aller Arbeiten nochmals erneuert 
wird. Alle Original-Holzteile werden mit Lasur behandelt und punktuell mit Dispersionsfarben farblich gestaltet.
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Fotos © Werner Störk 2010
Handwerkliches Geschick, gut abgestimmte Feinmotorik, exaktes Arbeiten nach Plan und Freude am kreativen 
Konstruieren und freien Gestalten, individuelles Arbeiten oder im Team - so entstehen Steinbrücken, Holzstege 
und ein verschanztes Feldlager. Erste "Anproben" lassen langsam erahnen, wie das fertige Modell einmal aus-
sehen wird - trotz aller Planung ... es ist immer wieder spannend, was dann am Ende wirklich vor uns steht!
...
In eigener Regie baut parallel zu unserem Modellbau FES-Werklehrer Anton Jehle mit seiner Projektgruppe zwei 
Unterstell-Podeste (120 x 120 x 60 cm) für das Modell sowie die dazugehörenden Info-Ständer.
Thematische Darstellung

Gezeigt wird das Aufeinandertreffen von osmanisch-muslimisch und alliierten habsburgisch-christlichen Truppen im

heute ungarisch-serbischen Raum (1683-1690) – im Nachgang zum Entsatz von Wien (1683) und im Vorfeld der 

wichtigsten Schlacht für den Türkenlouis am 19. August 1691. Der Kampf bei Slankamen endete mit einem ein-

deutigen Sieg der kaiserlichen Truppen, welcher es diesen ermöglichte, den größten Teil Ungarns gegen die Os-

manen zu behaupten. Gleichzeitig markiert das Jahr 1691 auch die neue Aufgabe für den Markgrafen: Er wird als 

Oberbefehlshaber der Reichs- und Kreistruppen am Oberrhein und im Schwarzwald abgeordnet. und ist somit erster 

Kreisgeneralfeldmarschall der Truppen des Schwäbischen Reichskreises und Reichsgeneralfeldmarschall des Heiligen 

Römischen Reiches Deutscher Nation. 

Wichtige Schlachten: 1683 Belagerung Wiens durch die Osmanen, Gefecht bei Preßburg (heute Bratislava), 1684 
Schlacht bei Hanzsabek, Schlacht bei Parkany, Belagerung von Ofen, 1685 Belagerung von Neuhäusel, Schlacht bei 
Gran,1686 Belagerung von Ofen, Belagerung von Fünfkirchen, 1687 Schlacht bei Mohács, 1688 Schlacht von Kostai.
Nicza, Schlacht bei Dervent, Belagerung von Belgrad, 1689 Schlacht bei Batotschina, Schlacht bei Nissa, Schlacht 
bei Widin,1690 Belagerung von Belgrad und 1691Schlacht bei Slankamen (auch Szalankamen). Quelle: Wikipedia
Der kaiserliche Sieg bei Slankamen 1691 war deshalb bedeutend, weil sich das kaiserliche Heer dadurch aus der 
osmanischen Umfassung befreien konnte. In der Situation, in der es sich nach der Umgehung seiner Flanken be-
funden hatte war so bedrohlich, dass eine Niederlage leicht im Verlust des ganzen Heeres hätte enden können. 
Dieser Verlust wäre in dem langjährigen Zweifrontenkrieg der Habsburger schwer zu ersetzen gewesen und hätte 
große strategische Nachteile mit sich gebracht. Außerdem kostete die Niederlage bei Slankamen die Osmanen 
so schwere Verluste, dass sie unfähig waren in jenem oder dem folgenden Jahr erneut die Offensive zu ergreifen.
Dies war eine spürbare Entlastung für das kaiserliche Heer, welches zu diesem Zeitpunkt am Rhein gegen fran-
zösische Truppen kämpfte. In zweiter Linie ergaben sich aus dem Sieg eine Reihe von lokalen Vorteilen auf dem 
ungarischen Kriegsschauplatz. Obwohl die Festung Belgrad nunmehr kaum durch osmanische Truppen gedeckt
war, hielt sich Markgraf Ludwig von Baden für zu schwach um den Ort einzunehmen, zumal nach dem Verlust 
seiner Donau-Flottille eine gesicherte Versorgung des Heeres unmöglich schien.[1] Stattdessen zogen sich die 
Kaiserlichen zunächst über die Donau nach Norden zurück, bevor sie unter anderem Lippa, Brod und Gradiska 
eroberten und eine Belagerung von Großwardein begannen, welches am 5. Juni 1692 eingenommen wurde. Kai-
ser Leopold I. ernannte aufgrund seines erfolgreichen Feldzuges Ludwig Wilhelm von Baden zum Generalleutnant 
des kaiserlichen Heeres, also zum Oberbefehlshaber aller kaiserlichen Truppen. Der spanische König verlieh dem
Markgrafen zusätzlich den Orden vom Goldenen Vlies. Quelle: Wikipedia
Weder Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, der "Türkenlouis", noch andere Fürsten und Heerführer - so auch nicht 
Prinz Eugen - konnten sich der Faszination der osmanischen Kultur, ihrer luxuriösen Prachtentfaltung und ihren 
besonderen Reizen des für das Abendland Unbekannten entziehen ...
...
 
Quelle: 

Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.) (1991): "Die Karlsruhe Türkenbeute -  

Die „Türckische Kammer“ des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und die „Türckischen 

Curiositäten“ der Markgrafen von Durlach. Hirmer Verlag, München, S. 33

Ein sog. "Kostümbild" aus dem Schloss Favorite, der Sommerresidenz von Markgräfin Sybilla Augusta, zeigt

ihren Gatten, Markgraf Ludwig Wilhelm, den "Türkenlouis", in der "Masquerate und Verkleydung" als 

osmanischer Fürst. Von Prinz Eugen ist bekannt, dass er in ähnlicher Kostümierung einst auch am 

Karneval in Venedig teilgenommen haben soll ... 

 
Fotos © Werner Störk 2010
Das "Obere Belvedere" von Prinz Eugen in Wien - dessen Dächer und Kuppeln den osmanischen Zelten nachempfunden sind.
......
Themenpfade (Didaktik-Methodik)
Orient und Okzident
Morgenland und Abendland
Das osmanische Imperium
Padischah, Sultan und Großwesir
Janitscharen
Knabenlese
Osmanisches Rüstzeug
Osmanisches Reitzeug
Osmanisches Schriftkunst
Osmanische Kalligrafie
Osmanische Waffen
Osmanisches Handwerk
Osmanisches Kunst
Osmanische Kultur
Türkei
Der Islam
Prophet Mohammed
Knabenlese
Tulpen, Kaffee und Croissants
Das Zeitalter des Barocks
Leben im Barock
Pest im Barock
Hexenverfolgung im Barock
Militärische Defensivsysteme
Hand- und Fuhrfron
Der Türkenlouis und seine Linien
Die Kriege des Sonnenkönigs
Ludwig XIV.
Kriege im Barock
Der Spanische Erbfolgekrieg
Dreißigjähriger Krieg (1618 - 1648)
Dänisch-Niedersächsischen Krieg (1623 - 1629)
Schwedischen Krieg (1630 - 1635)
Schwedisch-Französischen Krieg (1635 - 1648)
Prager Fenstersturz 23. Mai 1618
Französisch-Holländische Krieg (1672 - 1679)
Pfälzischer (auch Orléanische oder Neunjährige) Krieg (1688 - 1697)
Spanischer Erbfolgekrieg (1701 - 1714)
Material-Übersicht
Grundplatte: Spezial-Siebdruck- oder Schildplatte 200 x 120 cm
Maximale Bauhöhe max. 40 cm (Türbreite)
Styrodur-Platten 30 mm und 50 mm Stärke
Styrodur Zuschnitt (mit Spezialmesser, Hand-, Band-, Stich- und Kreissäge)
Styrodur-Platten bearbeiten, Sandwich-Technik
Spezialkleber & Spachtelmasse
Modellbau-Gipsbinden
Modellbau-Gips für Übergänge, Wallgraben, etc.
Sprühkleber (für Mikrovliese)
Packpapier
Beflockungsleim (weiß und grün gefärbt)
Bausätze Stämme für Verhau
Langpalisaden  für Schanze + Sperrgräben
Kurzpalisaden für Verhau
Laub- und Mikroflor
Mikro-Vliese
Modellgras-Matten z. B. Wildgras für Sommerwiese
Gerodete Stämme > Verhau  > Schleppverhau
Baumwurzeln
Wurzelteller
Sand & Feinkies für Graben und Wall
Holzteile (original) für Bretter, Stangen, Pfosten, Palisaden, Schanzpfähle
Holzteile (Kunststoff) Bretter, Stangen, Pfosten, Palisaden
Borsten vom Handbesen für Faschinen (mit Spezial-Wickeldraht gebunden)
Wickeldraht und Bindfaden für Faschinen
Acrylfarben
Lasurfarbe
Hintergrund (Wolken)
Mauerteile
Brücken (Bausätze)
Stege (Bausätze)
Brückenübergänge
Kunstwasser (Fluss, Bäche)
Fässer (vollplastisch)
Schanzkörbe (vollplastisch & Flachrelief)
Verschanzte Geschützstelllungen
Schanzkorbstellungen
Zelte (verschiedene osmanische Zelttypen)
Fahnen und Wimpel
Fahnestangen
Zinnfiguren
Figuren & Zubehör
500 Figuren
ca. 1.000 Einzelteile (u.a. Palisaden, Schanzkörbe, Faschinen, Spanische Reiter, Zelte, etc.)
 Werkzeuge
Kreissäge, Hand-, Stich- und Bandsäge, Feinsäge, div. Bohrmaschinen, Schleifmaschine, Schleifblätter für 
Handarbeiten, Pinsel (div. Stärken) für versch. Malarbeiten, Spachtel, Feinspachteln, Heißkleber, Spezial-
scheren, Pinzetten, Vorstecher, Spezialzangen, Zwingen, Schälmesser, Küchenmesser, Farbroller, Föhn, 
Kochplatte (Kunstwasser), etc..
...
Fotos © Werner Störk 2010
Im Rahmen des FES-Aktionstages "Gläserne Schule" war auch die AG Minifossi mit der
Vorstellung ihrer Projektarbeit mit dabei: Über 4 Stunden konnten die Besucher über die 
Schulter der Modellbauer schauen und beim "Making-of" des größten Dioramas mit da-
bei sein ... neben Bürgermeister Nitz waren auch Modellbauer aus der ganzen Region zu
Gast - mit einem regen Gedanken- und Tipp-Austausch.
..
...
Arbeitsplanung
Die umfangreiche Logistik, die ein solches Unternehmen erfordert, ist nur über eine kontinuierliche und fest ein-
gebaute Kommunikation möglich. So treffen wir uns alle grundsätzlich (Ritual) einmal wöchentlich persönlich
(9-Uhr-Hof-Pause). Weitere Infos sowie Vereinbarungen bzw. bindende Beschlüsse und Treffen werden über 
"Rundbriefe" weitergegeben (auch an die Eltern) - dafür erhalten die Teilnehmer jedes Jahr eine besondere Map-
pe, in der die Rundbriefe abgeheftet werden (z. B. Terminsicherheit). Ein weiteres Element ist die große Litfass-
Info-Säule direkt beim Hofeingang bzw. Schüler-Café, an dem die Teilnehmer jeden Tag mehrmals vorbeikom-
men.
Figuren & Zubehör
Figuren und Zubehör besorgen, Plan für Aufstellung, Figuren einsetzen > Spezial-Team.
Materialbesorgung
Grundplatte, Styrodurplatten, Kleber, Gipsbinden, Farben, Lacke, Lasuren, Modellbaumaterial
(Folien, Vliese, etc.), Figuren, Zubehör, Werkzeugbereitstellung
Verschanztes Lager der habsburgischen Allianz
Grundieren 
Lagerplatz für Schanzmaterialien
Zeltlager (Mannschaftszelte, Offizierszelte)
Wälle mit Styrodur formen
Oberfläche mit Sand-Kies-Gemisch abdecken
Palisaden setzen
Spitzen der Palisaden einzeln bemalen
Punktuell Bodenübergang mit Mikrovlies nachmodellieren 
Lagerplatz für Holzteile
Ober- und Innenfläche mit Sand-Kies-Gemisch abdecken
Pfähle setzen
Geschützstellungen
Schanzkorbstellungen
Kommunikationslinien (Laufgräben)
Faschinen
Faschinenauflagen > Wallkorpus
Spanische Reiter
Fahnen und Wimpel
Säcke und Fässer
Wald (Einzelbäume mit Mikro-Vlies überdecken)
Abgeholzte Baustämme grundieren, kleben und nacharbeiten
Verhau: Rohbäume auflegen und fixieren > mit Mikrovliesen belauben
Figuren setzen, Farbanstrich kontrollieren ggf. korrigieren
Mit Mikrovlies nachmodellieren und ausgleichen
Verschanztes osmanisches Zeltlager
Zelte (mit unterschiedlichen osmanischen Zelt-Typen), radial angeordnet, auf der Basis der Darstellungen von 
Graf Luigi Ferdinando Marsigli (1658 – 1730) http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_leb/OsmanischeZelte_de.php
und http://www.tuerkenbeute.de/

Luigi Fernando Marsigli verfasste ein umfassendes Werk über das Militärwesen im Osmanischen Reich. Seine 

Darstellung des Heerlagers des Großwesirs Süleyman Pascha veranschaulicht die Anordnung der Unterkünfte 

der Würdenträger und einzelnen Heeresteile. Quelle  http://www.tuerkenbeute.de/

Studium von zeitgenössischen Abbildungen aus: Türkische Miniaturen: Aus den Chroniken der ungarischen 
Feldzüge  von Fehér, Géza (1978): Türkische Miniaturen - Aus den Chroniken der ungarischen Feldzüge. Gustav Kiepenheuer 

Verlag, Leipzig und Weimar.

...
Copyright Géza Fehér 
Die "Türkischen Miniaturen" sind eine ergiebige Quelle und für intensive Studien sehr zum empfehlen.
..
Copyright  Géza Fehér t
Ebenfalls als grundsätzliche Vorbereitung zu empfehlen: Nicolle, David (1995): The Janissaries, Elite, 58, Osprey Publishing, USA, S. 25

Besonders empfehlenswerte Literatur: Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.) (1991): "Die Karlsruhe Türkenbeute -  

Die „Türckische Kammer“ des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und die „Türckischen 

Curiositäten“ der Markgrafen von Durlach. Hirmer Verlag, München.

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Copyright Hirmer & Badisches Landesmuseum
Verschanztes osmanisches Zeltlager (Fortsetzung)

Grundieren 
Lagerplatz für Schanzmaterialien
Zelte
Feuerstellen
Bewegungsgassen
Wall und Graben
Ross-Schweife
Teppiche
Kamele
Pferde
Figuren

Wälle mit Styrodur formen
Oberfläche mit Sand-Kies-Gemisch abdecken
Lagerplatz für Kamele
Lagerfeuer
Fahnen und Wimpel
Palisaden setzen
Spitzen der Palisaden einzeln bemalen
Punktuell Bodenübergang mit Mikrovlies nachmodellieren 
Lagerplatz für Holzteile
Ober- und Innenfläche mit Sand-Kies-Gemisch abdecken
Pfähle setzen
Geschützstellungen
Schanzkorbstellungen
Kommunikationslinien (Laufgräben)
Faschinen
Faschinenauflagen > Wallkorpus
Figuren setzen, Farbanstrich kontrollieren ggf. korrigieren
Mit Mikrovlies nachmodellieren und ausgleichen

Landschaft

Berge
Fluss
Bäche
Furt
Brücken
(Steinbrücken, Holzstege, Zugbrücken)
Landungsstege

Landungsstellen (mit drei Landungsbooten)

Hafen (mit Booten, Segelboot, Ruderboote)
Wald (unterschiedlich Baumhöhe 18 cm, 12 cm, 6 cm)
Wiesen
Flusslandschaft (Mäander)
Bäche (mäandrierend)

Schlachtfeld

Truppenaufstellung
Verteidigung und Rückzug der osmanischen Truppen
Angriff  der kaiserlich-habsburgische Truppen
Entlastungsangriff durch neue kaiserliche Reitertruppen
Zweikampf-Szenen in der Furt und den Kommunikationslinien
Fußtruppen z. B. Pikeniere
Reitergruppen

Großer Geschützzug mit Feldgeschützen und 24 Pferden

Internet 
Schriftliche und fotografische Dokumentation der Bauphasen 
Sonderseiten im www:

http://www.jugendheim-gersbach.de/Sultan-Pascha-Wesir-Janitschar-Osmanen-Diorama.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Zinnfiguren-Tinmen-Osmanen-Turks-Sultan-Wesir-Janitschar.html

Quelltext, Description, Keywords: Islam Religion Osmanen Osmane Osmanisches Reich Koran Mekka Karlsruhe  Schloss Badisches Landes-
museum Türkenbeute Padischah Sultan Großwesir Muselmann Kruzitürken Muslim Muslime Knabenlese Wesir Wesire Fatima Prophet 
Mohammed Allah Janissaries Hanissary Corps insignia  standards banners uniformas weaponry türkish strategy tactics Turks Ottoman empire 
military tent tents infantry forces Basar Nichtmuslime Sklaven Christen Janitscharen Janitschar Mekka Rossschweif Jurte Zelt Topkapi Serail 
Süleyman I. dem Prächtigen  Murrt III. Ahmet I. Mehmet II. Mehmet IV. Ahmet II. Harem Wien 1683 Vienna Türken Türkei Türkenlouis Mark-
graf Ludwig Wilhelm von Baden Rüstzeug Reitzeug Schriftkunst Kalligrafie Waffen Handwerk Osmanen Kunst Kultur Morgenland Abendland 
Tulpen Kaffee Turque Turquerie Turkomanie alla turca Türkenmoden Cem Jem Dschem Djem Zizim
....
 
Fotos © Werner Störk 2010

Im Rahmen der drei Projekttage unserer Schule stand für die AG MINIFOSSI natürlich der Modellbau im Vordergrund: 
Beide Modellteile wurden rundum mit Gipsbinden stabilisiert, dann farblich grundiert und gesandet. Parallel dazu wur-

den in den einzelnen Teams die Kleinteile grundiert und  teilweise bereits schon bemalt, Felsfolien wurden zugeschnit-

ten, Palisaden gesetzt und mit Schnur kreuzweise verbunden - die Stunden vergingen wie im Flug und zum Ende des 

dritten Tages stand dann das große Putzen auf der Tagesordnung - und wurde ebenso profimäßig abgewickelt wie alle 

anderen Arbeiten. Nun gehen wir erst einmal in die verdienten Sommerferien - und im Herbst geht es dann weiter ...

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Fotos © Werner Störk 2010
Auch in den Sommerferien wird am Modell weitergearbeitet: Damit wir während der Schulzeit im Herbst nicht zuviel Zeit verlieren - denn 
nach dem umfangreichen Verspachteln der vielen Traversen, Schanzkörbe, Wurzelteller, Fels- und Mauerfolien benötigt das Modell min-
destens eine bis zwei Wochen, um optimal - also langsam - zu trocknen und somit die Voraussetzung dafür zu schaffen, mit den weite-
ren Arbeitsschritten zu beginnen: Brücken, Zugbrücken und Stege einsetzen, Bach- und Flussböden mit Kies- und Sandbänken zu ver-
sehen, die Hafen- und Kaianlagen einzurichten, die ersten Bäume zu "pflanzen" und das christlichen und osmanische Lager mit Fahnen, 
Wimpeln und Zeltschmuck samt Kamellager auszustatten ... 
..
 

Sonderseite

Pleven 1877

Sonderseite

 Zinnfiguren

Sonderseite

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& Feldlager


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