Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

Auf den Spuren der Gersbacher Waldglashütten
Originalgetreue Glashäfen
Rekonstruktion auf  der Basis von Originalfunden in Gersbach
 
 
Fotos& Sammlung © Werner Störk 2004
Oberflächenfunde aus Gersbach: Originale Glashafen-Fragmente
 
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Fotos&  Sammlung © Werner Störk 2004
In Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Freiburg rekonstruierte
Glashäfen, speziell für die Minifossi-Waldglas-Ausstellung angefertigt 
von der Töpferwerkstatt Bertold Neumann in Jestetten.
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Die Forschungsarbeiten der Minifossis über die historischen Glashütten im Raum Gersbach sicherten bereits in den vergangenen drei Jahren eine re-
lativ hohe Zahl von Oberflächenfunden. Neben farbigen Glasschmelzen, Hohlglasrelikten, Teilen von Glasöfen und Keramik (besonders wichtig für 
die Altersbestimmung), befanden sich bislang darunter jedoch keine Fragmente von „Glashäfen“. Sie waren für die Glaser  wichtige Gefäße, denn in 
ihnen wurden die Rohstoffe für die Glasgewinnung geschmolzen. Die bislang  gemachten Funde erlaubten es bislang nicht, die großen Keramiktöpfe aus
feinem Ton originalgetreu zu rekonstruieren. Dazu fehlten auch aussagekräftige Funde von Glasofenöffnungen, durch die die Glashäfen geschoben
wurden - vor denen man wiederum zusätzlich auf die Größe der Glashäfen hätte schließen können.
Die Minifossis sind deshalb über ihre neuen Funde besonders glücklich, da sie nun über die fehlenden Fundstücke verfügen und diese erstmals die Basis
für eine exakte Rekonstruktion legen. In enger Kooperation mit den Experten vom Landesdenkmalamt und in Zusammenarbeit mit der Keramikwerkstatt
Neumann "Die Schale" in Jestetten wurden die Planskizzen für die 30 cm hohen und 40 cm breiten Keramiktöpfe entworfen. Die rein manuelle Herstellung 
war eine handwerkliche Herausforderung und es bedurfte mehrere Versuche, bis die Glashäfen gebrannt werden konnten. Durch die finanzielle Förderung
vom Freundeskreis der Friedrich-Ebert-Schule konnten sogar zwei Glashafen-Paare geschaffen werden: Je ein Paar mit glatten und mit rundem Hafenab-
schluss, so wie sie damals auch in den Glashütten von Gersbach zum Einsatz kamen.
 
Sammlung AG MINIFOSSI + Fotos © Werner Störk 2004
 
Originale Glashafen-Fragmente (Oberflächenfunde, Gersbach)
Die Auswertung der Funde und die Bewertung historischer Quellen lassen weiterhin die Annahme zu, dass die erste Gersbacher Glashüttenperiode 
wesentlich früher angesetzt werden muss, als bislang angenommen. So haben sich mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im  14. und 15. Jahrhundert
die ersten Glaser angesiedelt. Eine zweite Glashütten-Expansion erfolgte dann im 16. und 17. Jahrhundert: Denn auch der Buchenwald, der als wich-
tiger Rohstofflieferant für die Pottasche (Grundstoff für die Glasherstellung) benötigte sehr lange Zeiträume, sich von den massiven Eingriffen  der Glaser
zu erholen und so nachzuwachsen, dass die neuen Glashütten wieder genügend Buchen zur Gewinnung der Pottasche vorfanden.
Auf den Spuren der Glasherstellung
Tonglasurschmelze,  Glasfritte & Glasschmelze
 Beispiele aus der Keramikwerkstatt Neumann (Jestetten)
 
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Originalgefäß Höhe 15 cm, Durchmesser 16 cm
Sammlung AG MINIFOSSI + Fotos © Werner Störk 2004
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Originalgefäß Höhe 15 cm, Durchmesser 16 cm
Sammlung AG MINIFOSSI + Fotos © Werner Störk 2004
 
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Originalgefäß Höhe 15 cm, Durchmesser 16 cm
Sammlung AG MINIFOSSI + Fotos © Werner Störk 2004
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