Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

Blick in die Geschichte
Waldglashütten im Reinhardswald
Hessische Gläsner und Waldglashütten um 1443 
..
Gegenstandsbeschreibung Glas
von Th. Feiereis (2002)
 
 Quelle: http://www.polytechnik.uni-kassel.de/museen/ks-l/glas/ex02/Gegenst.htm
 
Unsere Umwelt ist heutzutage ohne Glas nicht vorstellbar. Der 
Werkstoff ist so allgegenwärtig, dass er von uns nur noch bedingt
wahrgenommen wird. Fenster, Türen, Spiegel, Uhren und natürlich 
Glasbehältnisse sind selbstverständlich Dinge unseres täglichen
Lebens. Knapp 300 deutsche Unternehmen leben heutzutage von
Glas. Insgesamt beschäftigt die Branche rund 70.000 Menschen
und beliefert mehr als 200 Länder.
Die Abnehmer der Glasprodukte sind neben den Haushalten u.a.
die Gastronomie, Pharmazie, Auto- und Elektrokonzerne, die 
Bauwirtschaft sowie die Ernährungs- und Getränkeindustrie.
Aufgrund der Eigenschaften von Glas ist es aber auch eine Kom-
ponente bei vielen weiteren technischen Systemen. Der Werkstoff
ist Geruchs- und Geschmacksneutral, des Weiteren in völlig fester
Form undurchlässig für andere Materialien. Glas geht in fester 
Form auch keinerlei Verbindungen mit anderen Komponenten ein, 
da es chemisch inaktiv ist. Außerdem ist es widerstandsfähig 
gegen praktisch alle Chemikalien 
Der Stoff Glas entsteht durch das Verschmelzen folgender 
Grundstoffe bei 1500-1800°C: 

1. 1.      70% Quarzsand
2. 2.      14% Soda oder Pottasche 
3. 3.      14% Kalk oder Dolomit,

dazu kommen noch etwa 2% Glasmacherseifen wie z.B. Braunstein, 
Ceroxid oder Salpeter als Färbe- oder Entfärbemittel. 

Das Glasgemenge wird bei etwa 1250°C zähflüssig, und kann dann 
durch verschiedene Verfahren in beinahe jede beliebige Form 
gebracht werden.
Die heute in der Industrie angewandten Verfahren sind:
- Ziehen (Herstellung optischer Linsen und von Flachglas)
- Blasen (Herstellung von Hohlglas)
- Pressen (z.B. Brillen und Bildschirmgläser)
- Floaten (Spezial-Flachglas)
- Gießen und Walzen (Flachglas/Gussglas, Glasbausteine)
- Schleuderziehen und Zerfasern (Herstellung von Glas- und 
Steinwolle, Textilfasern)
Die bereits erwähnten Eigenschaften machen Glas zu einem 
Universalwerkstoff und entsprechend sind die Möglichkeiten ihn 
zu verwenden, ich möchte nun einige Anwendungsbeispiele
nennen. 
Glas als Informationsträger: Glasfaserkabel übermitteln Informa-
tionen in Form von Lichtwellen über tausend Kilometer.
Glas als Schutz: Panzerglas ist allgemein bekannt, auch das Sicher-
heitsglas, wie es in der Autoindustrie verwendet wird, weil beim 
Splittern keine scharfen Kanten entstehen, ist den meisten Menschen
ein Begriff. Die Wiederentdeckung des Bleiglas ist jedoch recht neu.
Es wird als Röntgenschutzglas als Alternative zu Bleiplatten in der
Medizin verwendet.
Glas und Ökologie: Glas leistet seinen Beitrag zum Umweltschutz, 
es ist receycelbar, es wird als Dämmstoff verwendet und ist das
wichtigste Ausgangsmaterial zur Herstellung von Solarkollektoren. 
Sinterglas hat eine feine, poröse Struktur und wird als Wasserfilter 
eingesetzt, der keinen Ammoniak erzeugt wie die sonst verwendeten
Zellstofffilter.
Glas und Optik: Brillengläser, Mikro- und Teleskope, Spiegel sind 
nur einige wenige Beispiele, wie Glas in der Optik verwendet wird.
Glas ist des Weiteren gut als Behältnis für viele Dinge einsetzbar
und findet auch in der Kunst seinen Platz.
Der Stoff Glas ist in beinahe unbegrenzter Menge verfügbar. Glas-
produkte können wieder eingeschmolzen und somit neu verwendet
werden, so werden z.B. fehlerhafte Produkte bei der nächsten 
Schmelze einfach mit in den Ofen dazugegeben.
Außerdem sind die Grundstoffe von Glas überall auf der Welt in aus-
reichender Menge vorhanden und durch das Ersetzten anderer Roh-
stoffe durch Glas können weniger verfügbare Ressourcen geschont
werden.
Aber natürlich gibt es auch Nachteile bei der Glasherstellung. Um die 
hohen Temperaturen bei der Glasschmelze zu erreichen, wird viel 
Energie benötigt, hinzu kommt, dass dies ein sehr langwieriger
Prozess ist.
Auch die Gesundheitsgefährdung von Glaswolle für den Menschen
ist nicht völlig geklärt. 
Bei diesem kurzen Überblick wird bereits deutlich, welchen hohen
Stellenwert Glas in unserer Kultur besitzt.
Die Geschichte des Glases
Seit wann es die Glasherstellung gibt, ist nicht genau bekannt. Je 
nach Quelle wird ein Zeitraum von 5000 - 6000 Jahren angegeben, 
sicher ist aber, dass die synthetische Glasherstellung in Ägypten 
erfunden wurde. Ausgrabungen in Ägypten belegen, dass Glas 
bereits 1500 v.Chr. in tönernen Pfannen im offenen Herdfeuer 
geschmolzen wurde. 
Bis zur Erfindung der Glasmacherpfeife (1,20 m lang) durch die Syrer
im 1. Jahrhundert v.Chr. wurde das Glas im zähflüssigen Zustand um
feste Sand- oder Tonkerne gewickelt und modelliert (Sandkern-
technik) 
Die Römer trugen nach der Eroberung Ägyptens entscheidend zur
Verbreitung der Glaskunst in Europa bei. Sie ließen die ersten 
Glashütten in Europa (Italien und Iberische Halbinsel) im 1. Jahr-
hundert n. Chr. gründen. Nach Deutschland kam die Technik des
Glasblasens durch syrische Glasmacher im 2. Jahrhundert n. Chr.
(Nähe von Trier).
Mit dem Untergang des Weströmischen Reiches gerieten viele der 
Glasherstellungstechniken in Vergessenheit. Erst im Mittelalter 
konnte sich die Glasherstellung in Mitteleuropa wieder etablieren.
Die Verarbeitung des Glases in Deutschland
Seit etwa dem 8. Jahrhundert n. Chr. besaßen die Kirchen ein 
Monopol bei der Herstellung von Glas, da sie gleichzeitig auch 
Hauptabnehmer waren. Hauptsächlich verwendeten sie es zum 
Bau der riesigen Kirchenfenster. 
Im 13. Jahrhundert übernahm das Geldbürgertum die Führung im 
Wirtschaftsleben, und da die Klöster die Nachfrage an Glas nicht
mehr decken konnten, entstanden die ersten Waldglashütten in
"privater“ Hand. 
Der Wald als Standort der Produktionsstätten hatte verschiedene
Gründe:
1. 1.  Das Gewerbe durfte wegen der akuten Feuergefahr nicht
in den Städten betrieben werden.
2. 2.  Der Wald stellte die Existenzgrundlage der Glashütten dar. 
Hier fanden sie alle zur Produktion notwendigen Rohstoffe:
- Wasser
- Holz zum Feuern und zur Herstellung von Pottasche
- Ton für die Öfen und Schmelzhäfen
- Kalkstein
Bei Pottasche handelt es sich um ein Kaliumsalz (K2CO2) welches
als Flussmittel dient. Durch diesen Zusatz werden die Schmelz-
temperaturen von Kalk (2500°C) und Quarzsand (1800°C) gesenkt.
Somit kann die Glasschmelze bei ca. 1500°C erfolgen. Im 18. Jahr-
hundert wurde die Pottasche durch das chemisch hergestellte Soda 
(Natriumsalz: Na2Co3) ersetzt. Der Kalk dient als Stabilisator, um 
die Festigkeit des Glases zu erhöhen. Es kann aber auch Dolomit- 
oder Basaltgestein anstelle des Kalks verwendet werden.
Urkundlich belegt sind Waldglashütten in Hessen erstmals im 
Jahre 1443 im Reinhardswald. Sie waren autarke Wohn- und 
Produktionsstätten. Typischerweise gab es:
- das Hauptgebäude mit einem oder mehreren Öfen
- Wohn- und Schlafhäuser für den Meister und dessen Gesellen
- einen Stall für das Vieh, meist waren das Zugochsen für das Holz
- einen Schuppen für Gerätschaften, Wagen, Material, Glasware etc.
Sofern der Glasmacher nicht mit der ganzen Familie dort wohnte, 
hatte er einen festen Wohnsitz in einem der umliegenden Dörfer. 
Die Hüttengebäude waren in leichter Holzbauweise gefertigt. Dies 
ergab sich daraus, dass die Produktionsstätte in waldreichere 
Gebiet verlegt wurde, wenn alles Holz um sie herum verbraucht war.
Aus diesem Grund wurden sie auch "Wanderhütten“ genannt
Die Glashütten konnten sich in Hessen besonders gut etablieren, 
da hier die Verfügbarkeit der nötigen Rohstoffe in ausreichender 
Menge vorhanden war. Neben den großen, ungenutzten Waldge-
bieten gab es auch Hafentone und Glassande in guter Qualität. 
Ein weiterer Faktor war die unmittelbare Nähe zu den beschiff-
baren Flüssen Werra, Fulda und Weser. Damit hatte das hess-
ische Glas ein sehr großes Absatzgebiet. 
Die Waldglashütten stellten Trinkgläser, Krautstrunk, Kuttrolf, Ringel- 
und Warzenbecher, Daumengläser, Flaschen, Fensterglas, Labor- 
und Apothekengläser her. Die typische Farbe des Waldglases war 
grün, dieser Farbton ergibt sich aus dem hohen Eisengehalt des 
Glases. 
Die zum Entfärben notwendigen Glasmacherseifen hätten aus
anderen Gegenden importiert werden müssen, was den Preis
des Produktes in die Höhe getrieben hätte.
Bis ins 16. Jahrhundert wurde die heimische Glasherstellung 
vom hessischen Landgrafen gerne unterstützt, denn sie zahlten
ihm Hütten- und Forstgelder. 
Ende des 16. Jahrhunderts waren die vielen Waldglashütten 
jedoch eine erhöhte Gefahr für die Natur. Nach heutigen 
Schätzungen verbrachte eine Hütte ca. 800 Klafter Holz (pro
Jahr), was 2720 Festmeter Holz entspräche (1 Festmeter
= 1m3). 
Um seinen Wildbestand zu wahren, ließ der Landgraf einige 
Hütten schließen. Zudem bevorzugte er die Eisenhämmer bei
der Holzversorgung. 
Um 1590 wurden außerhalb von Hessen auch gute Hafentone 
und Glassande gefunden, zu dieser Zeit begann auch der Zerfall 
des "hessischen Gläsnerbundes“, der bis dahin Produktions-
leistungen und Arbeitstage streng vorgeschrieben hatte, so 
durften z.B. Glashütten neben dem Sonntag auch montags nicht
arbeiten. Es sollte so vermieden werden, dass die Öfen über 
den ganzen Sonntag befeuert wurden. 
Mit dem Zerfall des Bundes und der Schließung von Glashütten 
wanderten viele hessische Glasmacher in andere Gebiete 
Deutschlands ab. So entstanden auf ehemals hessischen Ab-
satzmärkten Konkurrenzglashütten. Die Folge waren Überka-
pazität und Absatzschwierigkeiten der hessischen Gläsner ab
ca. 1600.
Das Ende der Waldglashüttenzeit kam schließlich im 18. Jahr-
hundert. Nicht nur dass der 30- jährige Krieg die Hütten und 
Siedlungen verwüstete, es verschwand auch die Kaufkraft der 
Bürger. 
Letztendlich war auch die Siedlungsweise und Wirtschaftlichkeit der 
Waldglashütten überholt. Mit der Möglichkeit das chemisch herge-
stellte Soda als Flussmittel zu verwenden, war die aufwändige und 
somit teure Pottasche für die Glasherstellung nicht mehr tragbar. 
Die Erfindung des Eisenrostes ermöglichte außerdem den Einsatz
von Kohle als Brennmaterial. So entstanden schließlich die ersten
"Glasfabriken“ und verdrängten die Waldglashütten.
Die Glasschmelze
Die Abschnitte bei der Glasschmelze sind bei kleineren Hütten 
heute noch genauso gültig wie im Mittelalter.
1. 1.  Gemenge herstellen und gut vermischen (eventuell Altglas
hinzugeben).
2. 2. Das Gemenge im Hafen in den Ofen einbringen und 
schmelzen
3. 3. Während der Schmelze wird das flüssige Gemisch mehrfach
"geläutert“, d.h. ein mit Wasser getränkter Holzscheit wird in die 
Schmelze gestoßen. Der dabei entstehende Wasserdampf "reißt“ 
die sich im flüssigen Glas befindlichen Luftbläschen nach oben. 
Durch diese Technik erhält man blasenfreies Glas.
4. 4.  Ist die Schmelze abgeschlossen, wird das Glas auf Arbeits-
temperatur abgekühlt, bis es zähflüssig wird.
Die Glasverarbeitung
Um Hohlglas herzustellen, war bis ins das 19 Jahrhundert hinein 
das effektivste Verfahren das Glasblasen. Dabei bildet die ein-
geblasene Luft den Hohlraum. War die gewünschte Form erreicht, 
wurde das Gebilde von der Glasmacherpfeife abgeschnitten. Die
eine Seite wurde geöffnet, auf die andere eine Ständer modelliert.
Erst durch die Erfindung der mechanischen Glaspresse in England 
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Gebrauchtglasherstellung 
mit der Glaspfeife nach und nach verdrängt. Dennoch wird diese 
Verfahrenstechnik auch heute noch praktiziert, so z. B. bei der 
Herstellung von Spezialgläsern für die Pharmazie und Chemie, 
für Glasliebhaber und im Kunstglasgewerbe.
Bei der Flachglasherstellung oder auch Tafelglas gab es ver-
schiedene Techniken. 
Die älteste ist wohl die Gusstechnik, bei der das flüssige Glas in eine 
Form gegossen wurde. Dabei entsteht jedoch eine rauhe Seite, die 
das Glas völlig blind macht. Später korrigierte man dies, indem man 
diese Seite erst abschliff und dann polierte.
Bei der Mondglasherstellung wurde eine Glaskugel im zähflüssigen 
Zustand platt gedrückt und an bereits fertige Stücke angebracht. 
Bei der Zylinderblastechnik wurde zuerst das Glas zu einem Zylinder 
geblasen, dann an beiden Enden geöffnet und schließlich der Länge 
nach aufgetrennt. Wenn man nun das Glas flach walzte, erhielt man 
ein Rechteck. Bei diesem Verfahren erreicht man jedoch keine 
Gleichmäßigkeit in der Glasstärke, weswegen die Lichtbrechung 
der Scheibe unterschiedlich stark ist
Mit dem Verschwinden der Waldglashütten in Hessen verschwand aber
nicht die Glasherstellung, denn Rohstoffe und Nachfrage waren auch 
weiterhin vorhanden. Unter anderem gründeten die Unternehmer Prinz-
hausen und Stender 1809 eine Glashütte in Ziegenhagen. 
Vom Ausmaß und der Produktionsleistung waren sie bereits eine
Glasfabrik, die Rohstoffe zur Herstellung wurden bis 1885 aus der
unmittelbaren Umgebung bezogen. So wurden die Öfen noch im-
mer mit Holz befeuert. Da der Hauptrohstoff Holz war, lag auch die
Hütte mitten im Wald. 
Doch es wurde klar, dass eine andere Rohstoffverwendung nötig war,
um wirtschaftlich arbeiten zu können. Kohle und Soda waren für einen 
weiteren Betrieb notwendig. Diese Rohstoffe mussten allerdings von 
weiter her herangeschafft werden und der Transport mit Pferdewagen 
war aufwändig, langwierig und teuer. 
Damit fiel im Jahre 1899 die Entscheidung den Hüttenstandort nach
Immenhausen zu verlegen, da dieser Ort einen Gleisanschluss hatte. 
Der Standortwechsel hatte neben dem günstigen Antransport von 
Rohstoffen aber noch weitere Vorteile. Der Eisenbahnversand der 
Glasware war nicht nur sicher, auch das Absatzgebiet vergrößerte 
sich dadurch. Durch die Stadtnähe konnten zudem auch noch mehr 
Arbeitskräfte gewonnen werden.
 
 
Waldglas
Vom 14. -17. Jahrhundert in so genannten Waldglashütten produzierte Gläser. 
Da der Alkalizusatz bei der Glasherstellung in Form von Holzasche erfolgte, 
waren Glashütten meist in waldreichen Gebieten angesiedelt, so wie im 
Thüringer Wald, Kaufunger Wald und Böhmerwald, im Fichtelgebirge, im 
Spessart, in den Löwensteiner Bergen, dem Mainhardter Waldregion  und
natürlich und vor allem auch Schwarzwald. Verunreinigungen der Glasmasse 
durch mineralische Partikel im Quarzsand verursachten eine grünliche oder
gelbliche bis leicht bräunliche Färbung, die man durch Oxidbeigaben manch-
mal noch verstärkte. Diese Tönung sowie winzige Einschlüsse und Bläschen
gaben den Gläsern das typische Aussehen, das in späterer Zeit oft nachge-
ahmt wurde. 
Im 18. Jahrhundert erzeugten nur mehr wenige Betriebe Gebrauchsglas in
Form von Waldglas. Im Allgemeinen war man bestrebt, durch Zusätze von
Glasmacherseifen, Kalk und Blei farbloses Glas herzustellen. Typische 
Waldgläser sind  Krautstrunk, Nuppenglas,  Passglas, Römer, Spechter
und Stangenglas. 
Quelle: Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
 

Glashütten in Baden-Württemberg

Quelle: http://www.s-line.de/homepages/kozlik/glas-bw.html

In den verschiedenen Regionen des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg
wurde schon seit vielen Jahrhunderten Glas hergestellt:

Schwarzwald

Die bekannteste Glasmacherregion in Baden-Württemberg ist der Schwarzwald
mit über 200 nachgewiesenen oder vermuteten Glashüttenstandorten. Bereits im 
12. Jahrhundert werden die ersten Hütten erwähnt, die letzten alten Glashütten 
produzierten bis ins 20. Jahrhundert (Buhlbach, Gaggenau, Schönmünzach, 
Wolterdingen ...).

Schwäbisch-Fränkischer Wald

Schon seit dem 13. Jahrhundert werden im Schwäbisch-Fränkischen Wald
Glashütten erwähnt. Insgesamt sind rund 60 Hüttenplätze nachweisbar. Die
letzte Glashütte (Erlach) war bis 1865 in Betrieb.

Württembergisches Allgäu

Auch im Allgäu gab es mehrere Glashütten. Die letzte (Schmidsfelden) wurde 
1898 stillgelegt.

Schurwald

Die bekanntesten Glashütten des Schurwalds liegen im Nassachtal. Sie sind 
für das 15./16. Jahrhundert nachweisbar und durch archäologische Aus-
grabungen relativ gut erforscht

Schönbuch

Für den Schönbuch sind 2 Glashütten nachweisbar, die spätestens im 
15. Jahrhundert aufgegeben wurden. Die Glashütte im Goldersbachtal 
bei Bebenhausen ist durch mehrere archäologische Ausgrabungen 
bekannt geworden.

Auch in den Ellwanger Bergen, in Oberschwaben, im Odenwald und in
anderen Gebieten Baden-Württembergs sind einzelne Glashütten 
nachweisbar.

Publikationen zu Glashütten in Baden-Württemberg

Quelle: http://www.s-line.de/homepages/kozlik/glas-bw.html

Blessing, Gerhard: Herzogenweiler im Schatten der Glasfabrik : 

Ein ergänzender Beitrag zur Dorfgeschichte. - [Villingen-Schwenningen] : 

[Stadtarchiv], 2001. - 12 S. - (Blätter zur Geschichte der Stadt Villingen-

Schwenningen ; 1/01)

Greiner, Karl: Zur Familiengeschichte der Greiner : eine Studie .  

Sonthofen : Greiner
Band 1. Die Heimat und der Beruf. - 1989. - 206 S.
Band 2. Stammorte und Verbreitung in Württemberg. - 1991. - 380 S.
Anlagenband zum Band 2. Stammschemen und Stammtabellen. - 1991. - 312 S.

Hasenmayer, Marianne: Die Glashütten im Mainhardter Wald und in den

 Löwensteiner Bergen. S. 87 - 109 in: Naturpark Schwäbisch-Fränkischer 

Wald. - 3. Aufl. - Stuttgart : Theiss, 2000. - 279 S. - (Natur - Heimat - Wandern)

Irmscher, Klaus: Die Wenzel-Ahnen des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt
und die Wanderungsbewegungen der Glasmacher Wenzel im deutschen 
Südwesten. 

In: Genealogie 46. 1997, 7/8, S. 597 - 625

Irmscher, Klaus: Die Wanderungsbewegungen der Glasmacher Wenzel 

aus Gründau-Breitenborn im deutschen Südwesten.

In: Genealogie 49. 2000, 5/6, S. 164 - 179

Irmscher, Klaus: Die Wanderungsbewegungen der Glasmacher Wenzel 

aus Gründau-Breitenborn im deutschen Südwesten.

In: Genealogie 49. 2000, 7/8, S. 220 - 239

Jenisch, Bertram, Maus, Hansjosef  : Schwarzwälder Waldglas: 

Glashütten, Rohmaterial und Produkte der Glasmacherei vom 

12.-19. Jahrhundert. - In: Alemannisches Jahrbuch (1997/98)

Jenisch, Bertram: Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glashütten 

im Gebiet des Klosters St. Blasien. // S.319-331 in: Zwischen den Zeiten :

archäologische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters in Mitteleuropa,

hrsg. von Jochem Pfrommer und Rainer Schreg. – Rahden : Leidorf, 

2001. – 414 S. – (Internationale Archäologie ; 15)

Irmscher, Klaus ; Beiler, Rosalind J.: Die Wanderungsbewegungen der

 Glasmacher Wentzel aus Gründau-Breitenborn im deutschen Südwesten. 

In: Genealogie 51. 2002, 5/6, S. 140 - 146

Kneißler, Rolf: Von Waldglashütten und dem alten Glasmacher-Handwerk :

 800 Jahre Glasgeschichte in den Wäldern rund um Besenfeld, Baiersbronn, 

Freudenstadt, Dornstetten, Schömberg und Alpirsbach. – Freudenstadt :

 Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt, 2002. 

160 S. Freudenstädter Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde 

zwischen Neckar, Murg und Kinzig ; 11

Lehmkuhl, Volker: Was wird aus der Glashütte Baiersbronn-Buhlbach? 

In: Schwäbische Heimat 55. 2004, 1, S. 84 - 85

Maus, Hansjosef: Schwarzwälder Waldglas : Glashüttenstandorte, Roh-
material und Produkte. 

In: Badische Heimat 77. 1997, S.237-256

Maus, Hansjosef; Jenisch, Bertram : Schwarzwälder Waldglas: Glashütten, 

Rohmaterial und Produkte der Glasmacherei vom 12.-19. Jahrhundert. 

In: Alemannisches Jahrbuch (1997/98)

Maus, Hansjosef: Glashüttenstandorte im Schwarzwald : Ergebnisse einer 

Nachsuche in alten Karten, neuer Literatur und anderen Quellen. 

In: Badische Heimat 80. 2000, 1, S. 36 - 48

Thierer, Manfred: Neues Leben für die Glasmacherei : die Glashütte 
Schmidsfelden bei Leutkirch. 

In: Das schöne Allgäu 60. 1997, 12, S. 23 - 26

Ziegler, Walter: Der Glas- und Hüttenmeister Hans Greiner aus Nassach :
Stammvater der Thüringer Greiner. S. 66 - 75 

In: Krautstrunk und Scheisserle: Aus der Arbeit der Kreisarchäologie Göppingen,

hrsg. von Walter Ziegler ... - Göppingen : Geschichts- und Altertumsverein, 

1997. - 163 S.

Burkhardt, Eugen: Rückblick und Erinnerungen an die ehemalige Glashütte
in Freudenstadt. 

In: Freudenstädter Heimatblätter 29. 1998, 12, S.[3]

Hilger, Franz: Glasbläserei war einst ein blühendes Gewerbe: 

Die Folgen für die Landschaft waren katastrophal ; das Kloster St. Blasien und 

seine Dörfer. 

In: Der Schwarzwald 2002, 3, S.16 - 17

Irmscher, Klaus: Johann Conrad I. Wentzel, der Gründer der Erlacher Glashütte, 
und die Wanderungsbewegungen der Glasmacher Wenzel im deutsche 
Südwesten. 

In: Genealogie 47. 1998, 1/2, S.19 - 35

Irmscher, Klaus: Die Brüder Hans Georg und Johann Christian Wentzel sowie
die Wanderungsbewegungen der Glasmachersippe Franz Wenzel im Überblick.
In: Genealogie 47. 1998, 5/6, S. 148 - 163

Irmscher, Klaus ; Beiler, Rosalind J.: Die Wanderungsbewegungen der Glas-
macher Wenzel aus Gründau-Breitenborn im deutschen Südwesten. 

In: Genealogie 47. 1998, 9/10, S. 274 - 296

Kozlik, Andreas: Glas für Kirchenbauten : Wälder waren im Mittelalter ein 
Zentrum der Glasproduktion.

In: Heimatkalender für das Murrtal und den Schwäbischen Wald 1998, S. 20- 26

Lang, Walter: Spätmittelalterliche Glasproduktion im Nassachtal, Uhingen, 

Kreis Göppingen. – Stuttgart : Theiss, 2001. – 188 S. 

(Materialhefte zur Archäologie ; 59)

Maus, Hansjosef ; Jenisch, Bertram: Schwarzwälder Waldglas : Glashütten, 
Rohmaterial und Produkte der Glasmacherei vom 12. - 19. Jahrhundert.  

In: Alemannisches Jahrbuch 1997/98, S. 325 - 524

Ruynat, Charlotte: Glashandel in Württemberg vom frühen 17. bis zum Anfang
des 19. Jhdt. : der Streit um den Markt zwischen dem Glashandwerk und den
Glashändlern in Stuttgart und anderen Orten des Landes. - Waldenbuch : 
Dubois, 1998. - 40, L S.

Scholkmann, Barbara ; Kottmann, Aline: Neue Untersuchungen zur spätmittel-
alterlichen Glashütte im Schönbuch bei Bebenhausen. 

In: Archäologische 
Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1998, S. 286 - 291

Wagenplast, Peter: Die Rohstoffe der baden-württembergischen Glashütten. 
In: Der Aufschluss 49. 1998, S. 286 - 292 

Weyer, Jost: Chemische Geräte und Apothekengefäße aus Glas zwischen 
1550 und 1630 unter besonderer Berücksichtigung der Glashütte in Fischbach.
In: Württembergisch Franken 82. 1998, S. 39 - 72

Keyler, Regina: Glasmacher und Glashütten. S. 67 - 85  

In: Wüstenrot : Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald 

Hrsg.: Gemeinde Wüstenrot. - Wüstenrot, 1999. - 275 S. - (Gemeinde im Wandel ; 8)

Kozlik, Andreas: Die Wüstung Glashausen bei Oberstenfeld : gründete das Stift 

Oberstenfeld im 12./13. Jahrhundert eine Glashütte? 

In: Geschichtsblätter aus dem Bottwartal 8. 1999, S. 44 - 51

Schäfer, Günter: Die Glashütte des Klosters Frauenalb im Ettlinger Albtal : 

Eine "Filiale" der Mittelberger Glashütte.

In: Die Ortenau 79. 1999, S. 462 - 474

Scholkmann, Barbara ; Kottmann, Alina: Die Glashütte im Schönbuch bei 

Tübingen-Bebenhausen : Ergebnisse zur Flachglasproduktion.

 In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1999, S. 252 - 256

Schreg, Rainer: Industriearchäologie in einer Glashütte des 19. Jahrhunderts:

 Schmidsfelden, (Stadt Leutkirch, Kreis Ravensburg).

 In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 28. 1999, 2, S. 107 - 111

Störk, Werner (2009): „Im neuen Wald- und Glas-Zentrum von Gersbach: Auf den Spuren

der historischen Waldglas-Hütten", Sonderdruck aus: Geschichtsverein Markgräflerland, 

Bd.1/2009, 17 Seiten mit 22 Abbildungen.

Thierer, Manfred: Die Glashütte Schmidsfelden.  S. 331 – 336

In: "Droben im Allgäu, wo das Brot ein End' hat" : zur Kulturgeschichte einer Region 

Otto Kettemann (Hrsg.). - Kronburg-Illerbeuren, 2000 . - 512 S. - (Druckerzeugnisse 

des Schwäbischen Bauernhofmuseums Illerbeuren ; 14)

Rückert: Spiegel aus Spiegelberg : die Entdeckung einer Musterkollektion zur 

Spiegelherstellung aus dem 18. Jahrhundert ; das Archivale des Monats im 

Hauptstaatsarchiv Stuttgart. 

In: Archiv-Nachrichten 23. 2001, S.3-4

Weyer, Jost: Blüte und Niedergang der Glasproduktion in Nordwürttemberg : 

Die Glashütten im Mainhardter Wald 1500 bis 1800. S. 29- 38 

In: Wasserrad und Dampfmaschine : Beiträge einer Arbeitstagung des 

Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim ... im Jahr 1997 / hrsg. 

von Peter Schiffer. - Stuttgart : Thorbecke, 2000. - 162 S. -

 (Veröffentlichungen aus Württembergisch Franken ; 47)

Wiese, Wolfgang: Glashütte : von der Fabriksiedlung zum Bauerndorf. – Wald : 

Gemeinde Wald, 2001. – 336 S.

Ziegler, Walter: Der Glas- und Hüttenmeister Hans Greiner aus Nassach, 

Stammvater der Thüringer Greiner.  S. 66 - 75 

In: Krautstrunk und Scheisserle / hrsg. von Walter Ziegler ... - Göppingen : 

Geschichts- und Altertumsverein, 1997

Publikationen zu Glashütten in Deutschland & Europa

Quelle: http://regesta-imperii.uni-giessen.de/guest-lit/titelindex_r.php?p=waldglashuetteAufsätze

Pozostalosci po lesnej hucie szkla w Mlynowcu kolo Stronia Sl•skiego.

[Überreste einer Waldglashütte in Mlynowiec bei Stronie Sl•skie.] / Zagozdzon, 

Pawel P.  

In: Silesia antiqua 41 (2000)

Die Glasschmelzgefäße der hochmittelalterlichen Waldglashütte Steimcke 

im Bramwald. / Stephan, Hans-Georg - 

In: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 25/26 (1997/98)

Die Gebrauchskeramik der Waldglashütte Steimcke im Bramwald. Beiträge 

zu Typologie, Technologie, Keramikhandel, Funktion und Wandel in der 

1. Hälfte des 13. Jahrhunderts / Stephan, Hans-Georg  

In: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 64 (1995)

Die Gläser der hochmittelalterlichen Waldglashütte Steimcke. Teil 2 - 

Chemische und formenkundliche Analysen der Gläser / Stephan, 

Hans-Georg; Wedepohl, Karl Hans; Hartmann, Gerald 

In: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 20 (1992)

Die frühneuzeitliche Waldglashütte auf des Glasebachwiese bei 

Grünenplan, Landkreis Holzminden: Vorbericht uber die Grabung 

1989 / Lehmann, Thomas D. - In: Die Kunde NF 43 (1992)

Zur Technologie hochmittelalterlicher Glasherstellung am Beispiel 

der Funde von der Waldglashütte Steimcke im Niemetal (Bramwald) 

Stephan, Hans-Georg; Wedepohl, Karl Hans

In: Göttinger Jahrbuch 37 (1989)

Archäologische Ausgrabungen im Bereich einer hochmittelalterlichen 

Waldglashütte im Bramwald, Gemeinde Niemetal, Kreis Göttingen

Stephan, Hans-Georg 

In: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 16/17 (1988/89)

Archäologische Ausgrabungen im Bereich einer mittelalterlichen 

Waldglashütte im Bramwald, Gemeinde Niemetal, Kr. Göttingen 

Stephan, Hans-Georg - In: Göttinger Jahrbuch 35 (1987)

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