| Die
Sage vom "Weissen Stein" |
Es soll gewesen.sein vor
etlich' hundert Jahren,
Erzählt die Sage uns vom Weißen
Stein",
Zu jener Zeit, da Gustav Adolfs Scharen,
Den guten Glaubenskampf zu kämpfen,
Zogen ein, im Kriegeszug, in unsere heimischen
Wälder.
So auch am Gleichen" dort, wo auf der
Höh'
In tiefen Schanzen lag das fremde Heer. |
Und wo die Sage kreist, die hierorts ist
bekannt,
Und uns vererbt, der ehrbar Bauernstand.
Ein Späher war's aus kriegerischem
Troß,
Mit Rüstung angetan, und hoch zu
Roß,
Wollt spähen nach dem Feind, mit
keckem Mut. |
| Foto
& Webdesign © Werner Störk 2003 |
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Doch dieser war bereit und
auf der Hut,
Er nahte hinterrücks aus dunkelm
Tann;
Erschlagen ward mitsamt dem Roß,
der kühne Reitersmann. |
Und eingescharret
ward er auf der Stell' beim sagenhaften Stein.
Doch der Geschichte
Ende soll dies noch nicht sein.
Die Sage weiß,
und gibt uns kund
Daß Mitternachts,
zur Geisterstund,
Der wilde Reiter
wiederkehrt,
just an der Stell,
wo er ward eingescharret
In die blut'ge Erd. |
Dann ging ein Raunen durch die Luft
Wie Kriegsgeschrei, und Hufgetrappel,
Sporenklirren,
Soll zu hören sein. |
Und wenn ein Bauersmann,
Aus jenen Weilern
rings umher,
So spät noch
fern von seiner Heimstätt wär'
Er ging gewißlich
nicht den Weg am Weißen Stein",
Des wilden Reiters
Spuck, es könnte sein,
Gäb ihm ein
heimlich Stelldichein. |
Wohl liegt der Ursprung
dieser Sage fern,
Doch jede Sage birgt
ein wahrer Kern,
Der in die Fäden
einer langen Zeit,
Liegt eingesponnen,
zu der Nachwelt Deut.
Es möchte das
Bestreben dieser Zeilen sein:
Vergeßt die
Sage nicht vom Weißen Stein"! |